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Auto-Abgase: Bonus-Malus-System für die Motorfahrzeugsteuer

Mittwoch, 7. Januar 2009 in Kanton Solothurn
Wer die Umwelt belastet, soll künftig mehr Steuern bezahlen. (Foto: www.pixelio.de)
(Kanton Solothurn) - Der Regierungsrat hat eine neue Vorlage zur Einführung des Bonus-Malus-System für die Motorfahrzeugsteuer beschlossen und die entsprechende Botschaft und Entwurf an den Kantonsrat verabschiedet. Die Energieetikette soll künftig massgebend für die Motorfahrzeugsteuer sein.

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Der erste Entwurf vom Juni 2007 zur Einführung des Bo-nus-Malus-Systems für die Motorfahrzeugsteuer wurde in der Vernehmlas-sung mehrheitlich abgelehnt. Der Grund für die Ablehnung des Entwurfs von 2007 lag in der Umsetzung in der Form der Gewichtsbesteuerung.

Der Regierungsrat hält auch in der neuen Vorlage am Ziel der Ökologisierung der Motorfahrzeugsteuer fest. Zur Entscheidungsfindung wurden zwei Hearings mit Parteien und Verbänden durchgeführt. Vom Systemwechsel sind nun nur noch die Personenwagen und die ihnen steuerlich gleichgestellten Fahrzeuge betroffen.

Das neue Steuersystem ist klar, einfach und transparent. Zwei Komponenten bestimmen die Jahressteuer:
• die Grundsteuer von 85 Franken, die für alle Fahrzeuge gilt
• der ökologische Steueranteil von 110 Franken in Abhängigkeit zur Energieeti-kette, die in sieben Kategorien eingeteilt ist (A = höchste Energieeffizienz; G = niedrigste Energeeffizienz).

A-Fahrzeuge werden also mit einer Jahressteuer von 85 Franken belastet, wäh-rend für Fahrzeuge mit Etikette B und folgende zusätzlich zur Grundsteuer der ökologische Steueranteil von 110 Franken erhoben wird. (A = 85 Franken; G = 745 Franken)

Fahrzeuge ohne Energieetikette werden weiterhin nach Hubraum besteuert. Der Zuschlag für die Umfahrungen in Solothurn und Olten wird ebenfalls nach bisheri-ger Berechnungsart und Tarif erhoben.


Die Energieetikette

Die Energieetikette informiert seit 2003 Neuwagenkäufer über die Energieeffizienz der Neuwagenflotte. Sie enthält drei Informationen.
• Verbrauch
• CO2 Emmissionen
• Energieeffizienz (Rating: 7 Kategorien, A - G)


Kommentare
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Was soll denn das jetzt wieder?!
Schnapsidee vom Feinsten. Also erstens mal ist dieser ganze politisch motivierte Hype von wegen Klimawechsel und CO2 und weissnichwasalles sowieso absoluter Humbug. Wissenschaftlich nicht belegbar! Und dann: Wen triffts dann mit dieser Steuer, wen? Alle diejenigen, die sich keinen Neuwagen leisten wollen / können. Und von wegen Energieeffizienz mal ein Beispiel: Der so hochgelobte Toyota Prius hat unter dem Strich eine total SCHLECHTE Energiebilanz. Die ganzen Akkus müssen nämlich entsorgt werden. Alles Humbug!!
#1 WernieX am 08.01.2009 08:16 (Antwort)
Blödsinn!
Nicht die Absicht der Regierung, ein Bonus-Malus System einzuführen, sondern die Verwendung der Energieetikette: Jetzt erhält ein VW Sharan Minivan 1.9 Subventionen, weil ihm die Schweizer Energieetikette ein A erteilt! Dieses Auto erfüllt nicht einmal die Zielereichung 2008, welche Auto-Schweiz mit dem BFE im Jahr 2004 abgeschlossen hatte: Durchschnittsverbrauch 6.4 l/100 km.
Die Energieetikette ist unbrauchbar: Das beste A Auto hat 88, das schlechteste 181, das beste B Auto 122, das schlechteste B 219 g/km CO2-Ausstoss (Doppelter CO2-Ausstoss = doppelter Treibstoffverbrauch).
Was sagt dann bitte die Energieetikette zum CO2 Ausstoss aus? Nichts Relevantes!
#2 R Burki (Homepage) am 08.01.2009 08:51 (Antwort)
Oekologisierung der Kraftfahrzeugsteuer:

Ich finde es schade, dass eigentlich diese neue Regelung an der Oekologisierung vorbeigeht. Denn ain Kategorie A Fahrzeug, welches 50000km/a zurücklegt macht immernoch vielmehr Emissionen als ein altes Fahrzeug, dass vielleicht 1000km/a leistet. Ausserdem muss berücksichtigt werden, dass ein grosser Teil der CO2 Emissionen im Leben eines Fahrzeuges bei der Herstellung aufgewendet wird.

Besser wäre das französische System: Abschaffung aller KFZ-Steuern und Aufschlagen des Preises auf den Kraftstoff; Dann ist das wirklich ökologisch: Wer viel braucht, zahlt auch viel. Brächte nebenbei auch noch eine Verwaltungsvereinfachung.

Es ist nämlich überhaupt nicht ökologisch stehende Fahrzeuge zu "bestrafen".

Richtig ist es jedoch die Anschaffung effizienter Fahrzeuge zu fördern, dies soll aber nicht verursachen das bestehende, fahrende Fahrzeuge vorzeitig abgestossen werden. Dies würde eine Erhöhung der CO2 Gesamtbilanz und einer volkswirtschaftlichen Verlust bedeuten.
#3 Stefan am 08.01.2009 09:34 (Antwort)
Ganz so dumm finde ich die Idee doch nicht!
Vorallem beim Verkauf von Neuwagen könnte sich das positiv auswirken, weil man sich beim Kauf dann eher überlegt, ob der 2.5 Liter Motor wirklich nötig ist.
Da ist ein umdenken nötig. In der CH sind vorallem "grosse" Motoren unterwegs. Was eigentlich meist unnötig ist, da Energieverschwendung (Rohöl)!
Die beste Möglichkeit die zum Umdenken anregt, ist aber schon die vom teuren Benzin!
Man beachte die schlechten Autoabverkäufe der Hersteller, vom letzten Jahr.
#4 oli am 08.01.2009 15:12 (Antwort)

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