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Handys und Computer sind ein fixer Bestandteil des Alltags geworden

Freitag, 19. Dezember 2008 in Verschiedenes
Das Handy ist längst zu einem Bestandteil des Alltags geworden. (Foto: Paul-Georg Meister)
(pte) - Das Internet schafft neue Kommunikationsformen innerhalb von Familien. Anders als das Medium Fernsehen fördert die Nutzung des Webs eher die Gesprächskultur zwischen Familienmitgliedern als dass es ihr schadet. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Pew Internet & American Life Project www.pewinternet.org , die sich damit auseinandersetzt, wie sich Internet, Computer und Handys auf das Zusammenleben auswirken.

"Wir waren erstaunt zu sehen, dass viele Familien das Internet als Ort nutzen, um Erfahrungen auszutauschen", sagt Tracy Kennedy, Autorin des Berichts "Networked Families", der auf Grundlage der Erhebung unter 2.252 US-Amerikanern basiert. Es komme häufig vor, dass Familienmitglieder Inhalte im Netz auch anderen Personen im Haushalt zeigen, Informationen und Entdeckungen teilen. 



Mehr als 50 Prozent der Befragten, die mit jemandem zusammenleben und zumindest ein Kind haben, gehen mehrmals pro Woche gemeinsam mit einer zweiten Person online. 47 Prozent sagen, die Verbreitung von neuen Technologien habe die Qualität der Kommunikation innerhalb der Familie verbessert. In etwa ähnlich viele Befragte geben an, es habe sich nichts geändert. In jedem Fall sind Computer, Internetzugang und Handys inzwischen aber fixer Bestandteil des Alltags von Familien. So besitzen zum Beispiel bereits knapp 60 Prozent der Haushalte mit Kindern zwei oder mehr Computer. Zwei Drittel davon verbinden die einzelnen Geräte innerhalb der Familie über ein Netzwerk.



Ein Viertel der Erwachsenen sagt, die Familienangehörigen seien sich heute näher als zur Zeit ihrer Jugend. Vor allem das Handy trägt vielfach dazu bei, dass sich die Kommunikation zwischen den einzelnen Personen verbessert. Das Bild des typischen asozialen Computerfreaks trifft laut der Studie nicht auf die Allgemeinheit der Internetnutzer zu. Im Durchschnitt sieht das soziale Leben der Internetuser ähnlich aus wie jenes von Nichtnutzern. "Sie sind gleichzeitig mit ihren Familien zusammen und knüpfen Verbindungen zu Freunden und Verwandten, die anderswo leben", heißt es in dem Bericht. Weder handle es sich um isolierte Wesen, noch um traditionelle Familien. Diese Haushalte seien vielmehr Beispiele für das Zusammenspiel von individuellen Aktivitäten und Familienleben. 



Aus der Studie geht auch hervor, dass das Fernsehen weiterhin Nutzer an das Web verliert. Ein Viertel der Befragten gibt an, aufgrund der Internetnutzung weniger Zeit vor dem TV-Gerät zu verbringen. Das gilt vor allem für die jüngeren Zielgruppen. Neun von zehn Personen sagen zudem, das Web habe keine Auswirkungen darauf, wie viel Zeit sie für Freunde und Familie aufbringen.

Dass das Internet der zwischenmenschlichen Kommunikation dienlich ist, belegen auch Untersuchungen aus dem deutschsprachigen Raum. Immerhin steht der Austausch über E-Mail, Chat oder Social Communitys für die meisten User bei der Internetnutzung im Vordergrund.

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