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Wuff, wuff Nr. 2

Donnerstag, 4. Dezember 2008 in Kolumnen
Sabine Waelti
(Sabine Waelti) – „Weisch was, mir gohts genauso!“ Das hörte ich in den letzten Wochen oft. Noch selten habe ich so viele Reaktionen auf eine Kolumne erhalten wie auf meine letzte. Zur Erinnerung: Ich hatte geschrieben, dass ich oft nicht mit „Frau Waelti“ angeredet werde – stattdessen werden mir Namen wie Wälchli, Bläsi oder sogar Waldi angedichtet.

Ein Familienmitglied (er heisst nicht Waelti) präsentierte mir darauf hin eine Liste mit 42 Namen: Im Laufe seines Lebens wurde er mit all diesen schon mal betitelt. Dank meiner Kolumne komme ich nun auf fast so viele Namen wie er. Der Grund: Seither nennen mich viele absichtlich falsch.

Angefangen hat es mit unserer Korrektorin, welche den oben erwähnten Text als Erste zu lesen bekam. „Grüessech Frau Wuff!“ begrüsst sie mich seither am Telefon (in Anlehnung an „Frau Waldi“ hatte ich meine Kolumne mit „Wuff, wuff“ betitelt). „Frau Wuff“ heisse ich inzwischen fast so oft wie „Frau Waelti“. Nicht selten werde ich auch in der berühmten Verkleinerungsform angesprochen: „Frau Wuffli“.

Wer im Glashaus sitzt, soll bekanntlich nicht mit Steinen werfen. Neulich publizierten wir einen Artikel – und gaben darin jemandem einen falschen Namen. „Diesen Artikel hat wohl Frau Sabine Wülchli geschrieben, welche in ihrer Kolumne schon mal auf die Namensverwechslungen aufmerksam gemacht hat ...“, schrieb uns darauf hin der Grenchner Obernarr.

Ich hatte Glück – der Artikel stammte nämlich nicht von mir. Und falls ich demnächst irgendwo einen Namen falsch schreiben sollte: Denken Sie einfach, es sei Absicht …

Was mir die Rückmeldungen auf meinen Text ebenfalls gezeigt haben: So klein ein Problem auch ist – es gibt immer Leute, die es damit noch härter trifft als einen selbst. Ein Beispiel gefällig? Dieses lieferte mir eine „Leidensgenossin“ mit dem Nachnamen Gähler. Sie schrieb: „Der Höhepunkt war eine Restaurantreservation. Als wir am reservierten Tisch ankamen, lasen wir auf der Tischkarte folgendes: reserviert für Familie Geiler.“ Ich glaube, da ist mir „Frau Waldi“ doch noch lieber …

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