Buchrezension: „Das Messer in der Hand“ von Nicole Drawer, Kriminalroman
Freitag, 21. November 2008
in Buchrezensionen
Die Geschichte: Eine Polizeistreife greift in Hamburg eine Frau auf. Sie ist blutüberströmt, verwirrt und hat ein Messer in der Hand. Der Fall scheint klar, als kurz darauf ein Mann erstochen aufgefunden wird. Doch die Polizeipsychologin Johanna Jensen glaubt nicht, dass der Fall so einfach gelöst werden kann.
Sie stellt sich auf die Seite der vermeindlichen Mörderin und schon bald zeichnet sich ein ganz anderes Bild. Doch wie kann sie die Unschuld der Frau beweisen? Alles spricht gegen Sie und die beiden Beamten vom Bundeskriminalamt, die nun auch in die Ermittlungen eingreifen, wissen allem Anschein nach mehr, als sie zu sagen gewillt sind.
Mein Eindruck: Nicole Drawer ist Hauptkommissarin bei der Polizei. Das merkt man beim Leser ihres Romans. Spannend und mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt sie die Vorgänge im Polizeipräsidium. Ihre Figuren leben, atmen, denken und sind nicht selten in ihrem Gefühlen hin und her gerissen. Sie machen auch Fehler, tappen manchmal im Dunkeln, kurz: Sie sind echte Menschen.
Und genau dies macht die Qualität dieses Kriminalromans aus. Die Geschichte ist spannend und überraschend, doch es sind mehr die psychologischen Hintergründe, die menschliche Ebene, die packt. Mich persönlich hat schon lange kein Buch mehr so gefesselt. Eigentlich hätte ich gerne noch ein paar hundert Seiten weiter gelesen
Nicole Drawer, „Das Messer in der Hand“, Kriminalroman
Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (September 2008)
ISBN-10: 3426638851
ISBN-13: 978-3426638859
Das Buch ist in allen guten Buchhandlungen erhältlich





