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Eine neue Kirche in Kiambaa/Eldoret, Kenya – Projekt nimmt Formen an

Montag, 17. November 2008 in Verschiedenes
Auf diesem Grundstück soll dereinst die neue Kirche entstehen. (Foto: zvg)
(mgt) - Das reformierte Pfarramt Grenchen engagiert sich für den Wiederaufbau einer Kirche in Kenya (wir berichteten darüber). Das Projekt hat sich gut angelassen. Gerne veröffentlichen wir an dieser Stelle einen ersten Zwischenbericht und einen Spendenaufruf über das Projekt, für welches sich in Grenchen vor allem Pfarrer Samuel Wendel stark macht.

Sie mögen sich erinnern: Nach den Wahlen in Kenya Ende des Jahres 2007 brachen Unruhen wegen dem verdacht auf Fälschung der Wahl aus. Man hörte und sah von Unruhen, die sich auch gewaltsam äusserten. Eines der Bilder, die damals um die Welt gingen, war das einer brennenden Kirche in einem Vorort der Stadt Eldoret, in Kiambaa: Ein wütender Mob hatte die Kirche angezündet, in die hinein sich Menschen aus Angst vor Gewalttaten geflüchtet hatten.

Bilder wie dieses erschreckten auch einige Kenyaner, die seit längerer Zeit in der Schweiz, in der Region Biel leben. Sie suchten nach einer Möglichkeit, ihren Landsleuten zu helfen. Und das Bild der brennenden Kirche vor Augen, liess in ihnen der Wunsch entstehen, ihren Landsleuten an jenem Ort zu helfen, dass sie wieder einen Ort zum gemeinsamen Gebet haben könnten – gerade jetzt: „Neben der humanitären Hilfe ist jetzt auch das gemeinsame Gebet für Versöhnung und Hoffnung auf eine bessere Zukunft wichtig.“ Mit diesem Wunsch traten sie an einen der Pfarrer der reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach heran, mit der Bitte um mögliche Unterstützung. Gleichzeitig gründeten sie einen Solidaritäts-Verein, die „Kenyan Solidarity Group Switzerland“ (Homepage:www.kenyansolidarity.ch)

Es wurde eine kleine Unterstützungsgruppe gebildet und ein erster Tag der Solidarität durchgeführt. Man knüpfte einen Kontakt nach Kenya, zu einem Priester der röm.-kath. Kirche, welcher dann eine Verbindung zum Ort Eldoret/Kiambaa herstellte. Sodann richtete man sich nach einem ersten Ziel aus: Geld zu sammeln, um die Grundmauer für eine neue Kirche in Kiambaa zu errichten.
Gleichzeitig wurde der Kontakt zur reformierten Schwester-Kirche in Eldoret, sowie zum Nationalen Kirchenrat in Kenya geknüpft. Denn dieses Projekt einer „neuen Kirche der Versöhnung“ sollte in Verbindung mit Kirchen am Ort angegangen werden, da eine neue Kirche an jenem Ort auch eine symbolische Bedeutung für die Region haben könnte.

Mitte September war es soweit, dass zwei Mitglieder der Solidaritäts-Gruppe nach Eldoret reisen konnten. Mit Hilfe jenes Priesters und des reformierten Pfarrers von Eldoret stellte man zunächst fest, dass der Pfarrer der Kirche, deren Bild um die Welt ging, mit seiner Gemeinde nach Eldoret weggezogen und dort eine vorläufige Bleibe gefunden hatte. Sodann fand man dann Kontakt zu einer anderen christlichen Gemeinde an jenem Ort Kiambaa, deren Kirche ebenfalls im Zuge der Unruhen am Jahresanfang 2008 abgebrannt worden war, der Kiambaa Baptist Church. Sie feiert ihre Gottesdienste zur Zeit noch in einem Camp, das in Form von Zelten für die Bewohner errichtet worden ist, deren Häuser zerstört wurden.

Mit Ueberraschung und Freude reagierte man, als man vom Angebot der Solidaritätsgruppe aus der Schweiz hörte. Man machte sogleich nötige Abklärungen und knüpfte Kontakte zu den staatlichen Behörden, sowie zu Vertretern verschiedener Stämme. So wurde es möglich, dass am Freitag, dem 26. September 2008 die Grundsteine gelegt werden konnten: Zu den offiziellen Vertretern der Behörden, Stämme und Kirchen fand sich eine grössere Menge von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern ein, die der Zeremonie beiwohnten:
Dabei gab es Tränen der schmerzlichen Erinnerung an die Gewalt, die geschehen war – und Tränen der Freude über diesen symbolischen Neuanfang in Form des Fundamentes einer neuen Kirche.

Bevor die beiden Mitglieder der Solidaritäts-Gruppe wieder in die Schweiz zurückkehrten, konnte vor Ort ein Komitee zur Leitung des Wiederaufbaus vor Ort gegründet werden. In Partnerschaft mit dem Kommitee in der Schweiz soll nun die zweite Phase in Angriff genommen werden: Mittel zu sammeln, damit in absehbarer Zeit der Neubau der Kirche vollendet werden kann und die Menschen wieder ein festes Zuhause für ihr gemeinsames Gebet beziehen können. Sie hoffen weiterhin auf unsere Solidarität.

Darum laden wir herzlich ein, durch kleinere oder grössere Spenden mitzuhelfen, dass dieses Zeichen der Versöhnung in Kenya wachsen kann!

Spenden können eingezahlt werden auf das Konto der „Kenyan Solidarity Group Switzerland“ bei der credit Suisse, 8070 Zürich, Nr.: CH 84 0483 5174 5801 5000 0,
oder per Einzahlung bei der Post (innerhalb der Schweiz) auf das Konto 80-500-4.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Pfarrer Samuel Wendel, Ref. Pfarramt Grenchen Süd, Tel. 0041(0)32/652 13 27 oder per Email: s.wendel@bluemail.ch.

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