Buchrezension: Liza Marklund, „Studio 6“
Mittwoch, 12. November 2008
in Buchrezensionen
Die Geschichte: Annika, eine junge Journalistin, steht am Anfang ihrer Karriere. Während ihrer Ferienvertretung in der Lokalredaktion des "Abendblatts" wird eine junge Frau ermordet auf dem jüdischen Friedhof in Stockholm aufgefunden. Recherchen der jungen Journalistin ergeben, dass das Mordopfer Josefine im „Studio 6“, einem bekannten Sexclub, gearbeitet hat. Der Fall wird immer komplizierter, als sich herausstellt, dass der schwedische Aussenminister in den Mordfall verwickelt sein soll.
Die Erkenntnisse der Journalistin finden nicht überall Gefallen. In der Zeitungsredaktion stösst sie auf wenig Verständnis und kaum jemand will ich glauben, dass hinter dem Fall geheime Machenschaften stehen. Eine ungeheuerliche Intrige der Medienwelt lassen Annika schliesslich als Versagerin dastehen...
Mein Eindruck: Liza Marklund hat mit der jungen Annika eine Figur geschaffen, die lebt, mit der man mitfiebert, die man versteht und liebt. Ihr Kampf gegen die heuchlerische Politik und Medienwelt ist packend und authentisch beschrieben – teilweise wirkt der Roman gar wie eine spannende Reportage.
Marklund beschreibt Personen, wie wir sie alle zu kennen glauben. Ihre Geschichte packt nicht zuletzt auch deshalb, weil sie gradlinig und nachvollziehbar ist – geschrieben in einer klaren, unmissverständlichen Sprache. Das Leiden der jungen Journalistin, ihr Suchen und ihr Kampf gegen Mobbing und Intrigen ist überzeugend dargestellt. Ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Das Buch ist in jeder guten Buchhandlung und bei Amazon erhältlich.
Liza Marklund: „Studio 6“, Kriminalroman
Verlag: Rowohlt
ISBN-10: 3499228750
ISBN-13: 978-3499228759





