Kolumne: Fleischkräpfli zum zweiten
Donnerstag, 30. Oktober 2008
in Kolumnen
Paul-Georg Meister
Fleischkräpfli – regelmässige Leser/innen dieser Kolumne wissen es bereits – gehören zu meinen Lieblingspeisen. Das weiss natürlich mein Kollege Kurt auch. Und deshalb hat er mich in den letzten Wochen und Monaten mit Fleischkräpfli überhäuft.
Die ersten hat er selber gebacken. Ich verrate es ihnen – aber bitte sagen Sie Kurt nichts davon – diese waren nicht so gut. Kurt aber strahlte wie ein Maienkäfer, als er sie mir überreichte. Ich wollte ihn nicht enttäuschen. „Die sind gut“, sagte ich, „ganz gut, wenn man bedenkt, dass du sie selber gemacht hast.“
Kurt muss meine Skepsis bemerkt haben. Die nächsten Kräpfli waren von einem Grossverteiler, dann folgten verschiedene Tiefkühlprodukte. Doch meine Skepsis blieb. Sie waren teilweise wirklich nicht schlecht, aber sie entsprachen nicht meiner Vorstellung, wie ein Fleischkräpfli schmecken soll.
Doch vor wenigen Tagen tauchte Kurt mit sensationellen Fleischkräpfli auf. „DAS sind Fleischkräpfli“, schwärmte ich, „die sind so gut, wie die Kräpfli von Dubach.“
Kurt schluckte leer. „Die sind vom Dubach. Ich bin dafür eigens nach Selzach gefahren.“ Ich lachte: „Das hätte ich dir schon lange verraten können.“
„Du musst mal nach dem Rezept fragen“, meine Kurt enthusiastisch, „dann kannst du dir selber solche backen.“
Doch genau das werde ich nicht tun. „Das ist doch wie ein Zaubertrick“, sagte ich Kurt, „wenn man weiss, wie er geht, dann ist es doch nur noch halb so schön.“ Kurt nickte. Sagen konnte er nichts, denn Kurt ist gut erzogen und spricht nicht mit vollem Mund.






Nur mit den "Schinkengipfeli"
Wenn ich mir dann mal 1 (oder2) genemige, bin ich nicht immer gleichwohl befriedigt.
Manchmal rät meine "intutition" zu einem "Fleischkräpfli"
Die sind übrigens-genauso gut !
Nur eben-backen, sollte man sie nicht selbst...