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CVP Grenchen und die Windernergie - SWG Direktor Per Just orientiert vor Ort

Mittwoch, 15. Oktober 2008 in Grenchen
Windanlage auf dem Grenchenberg. (Foto: Paul-Georg Meister)
(German Vogt) - Vor einem Jahr, also noch vor dem horrenden Anstieg der Heizöl- und der Erdgas-Preise, fasste der Grenchner Gemeinderat den Beschluss, die Städtischen Werke Grenchen (SWG) sollten die Windenergienutzung auf dem Grenchenbergen prüfen. Die CVP Grenchen lud kürzlich interessierte Einwohner zur einer Besichtigungsfahrt auf den Ober-Grenchenberg ein. Dort wurden sie SWG Direktor Per Just über die geplante Windkraftanlage orientiert.

Gemäss der diesen März vom Kanton veröffentlichten Windenergie-Potenzialstudie soll der Grenchenberg einer der besten der fünf in Aussicht genommenen Standorte sein (Scheltenpass, Schwängimatt, Homberg, Burg im Leimental). Per Just wies darauf hin, dass die zuständigen Stellen des Kantons sogar entschlossen sind, auch bisher geschützte Landschaftsbilder als Windenergie Standorte in Betracht zu ziehen (Das Gebiet „Bützen“ bleibt Schutzgebiet!). Zwei Prozent des in der Schweiz benötigten Stromes möchte man mit Hilfe des Windes erzeugen, denn unser Land ist wegen seiner hügelig/gebirgigen Topografie kein idealer Standort für Windkraftwerke. Bis jetzt decken unsere Wasserkraftwerke 60 Prozent und die Kernenergie 40 Prozent der elektrischen Energie (Zum Vergleich: Deutschland erzeugt 60 Prozent des benötigten Stromes mit Hilfe von Braunkohle. Dabei stossen die Kamine der entsprechenden Kaftwerke im Tag 70 000 Tonnen Schwefeldioxyd aus! Fünf Prozent liefert die Windenergie).

Seit anfangs September steht ein 50 m hoher, die Windstärken auf 30 m, 40 m, und 50 m Höhe messender Turm auf der majestätischen, eine grosse Ruhe verströmenden Matte zwischen dem Sennhaus Oberberg und der Wandfluh. Hier ist einer der möglichen Standorte einer Windkraftanlage, die beiden andern sind Längschwang und die Matte, bzw. ein Waldstück beim Skilift.

Die gesparte Energie, die billigste Energie

Per Just versäumte nicht darauf hinzuweisen, dass die billigste Energie die gesparte ist. Wie Pilze nach einem warmen Regen auf der Wiese spriessen jetzt Wärme- und Luft-Luftpumpen in den Häusern. Ihr Vorteil: saubere Energie, ihr Nachteil: Der grosse Stromverbrauch. Wenn man stark auf diese Art Energiegewinnung setzt, müssten 2 -3 Kernkraftwerke gebaut werden, so Per Just . Und wenn erst die Autos mit Strom aus der Steckdose fahren! Resultat: Luft sauber, Energiebedarf noch viel grösser! - Per Just stellt sich vor, dass die SWG für erste zwei bis drei Anlagen auf dem Oberberg erstellt. Kostenpunkt: Je 5 - 6 Mio Franken. Ist die Ausnützungsziffer der Anlage gut, könnte man total 10 - 12 Anlagen bauen. - Im Restaurant Oberberg diskutierten die TeilnehmerInnen vor allem technische Probleme, ausgeklammert blieb das einen grossen Teil der Grenchner Bevölkerung brennend interessierende Thema „Schutz der Jura Landschaft und Windenergie“.



Kommentare
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Was soll diese Diskussion. Mit Windenergie und/oder Solarstrom lassen sich unsere Energieprobleme der Zukunft nicht lösen. Was wir brauchen sind Kernkraftwerke, nur so können wir künftig unseren immensen Stromverbrauch noch decken.
Wir brauchen Kernkraftwerke in der Schweiz. Es ist verdammt heuschlerisch, im Ausland Strom aus Kernkraftwerken einzukaufen und im Inland Windenergieanlagen zu erstellen.
Wir dürfen unsere Augen nicht länger vor der Realität verschliessen.
#1 Reto Keiser am 15.10.2008 05:41 (Antwort)
Gut gesprochen Herr Keiser!
So und nicht anders sieht's aus.
Alles Andere ist Augenwischerei.
#1.1 WernieX am 15.10.2008 07:53 (Antwort)
Wenn nur diese lästigen radioaktiven Abfälle nicht wären für die man seit Jahrzehnten eine Entsorgungsmöglichkeit sucht und sucht und sucht...
#1.2 J.-P. Thomsen (Homepage) am 15.10.2008 18:58 (Antwort)
Die radioaktiven Abfälle sind tatsächlich noch ein Problem. Doch in den letzten Jahren wurden auch hier grosse Fortschritte gemacht. Einer Lösung stehen vor allem extreme Umweltschützer im Weg, die mit Einsprachen und andern Aktionen alle Lösungen blockieren oder torpedieren.
Fakt ist: Wir konsumieren immer mehr Energie. Entweder senken wir unsern Konsum, oder wir suchen nach REALISTISCHEN Möglichkeiten. Alles andere ist verlogen. Oder soll Strom bald nur noch den Reichen zur Verfügung stehen?
#2 Reto Keiser am 16.10.2008 05:32 (Antwort)
Über 400 Atomkraftwerke weltweit produzieren jedes Jahr tausende Tonnen hochradioaktiven Atommülls. Doch bis heute weiß niemand, wie die brisanten Abfälle auf Dauer zuverlässig vom Kreislauf des Lebens abgeschirmt werden können.
Die Atomtechnik gleicht einem Flugzeug, das gestartet ist, obwohl es noch keine sichere Landebahn gibt.

Sehen so ihre "realistische Möglichkeiten" aus ?
#3 J.-P. Thomsen (Homepage) am 16.10.2008 09:35 (Antwort)
Ich vernehme immer nur Kritik, keine Alternativen! Ich glaube auch zu wissen warum: Der immense Strombedarf der Industrienationen ist nur per KKWs zu decken. Geht nicht anders. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Die paar tausend Tonnen wird man doch wohl "handlen" können.
#3.1 WernieX am 16.10.2008 16:28 (Antwort)
Ich glaube das der derzeitige, sich steigernde, Stromverbrauch DOCH irgenwann stagniert.
Nämlich dann, wenn alle ihre High-Tech Geräte haben; bez. es nur noch solche gibt-
Ausserdem werden immer mehr, nur Geräte gebaut und Validiert, die sparsam sind.
Darum gebt den Alternativen Techniken eine Chance...
#4 oli am 20.10.2008 18:53 (Antwort)

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