DVD – Rezension: „Butterfly effect“
Mittwoch, 17. September 2008
in DVD-Rezensionen
Die Geschichte: Evan Treborn (Ashton Kutcher) lebt mit seiner allein erziehenden Mutter Andrea (Melora Walters) in einem kleinen Vorort. Mit seinen besten Freunden, den Geschwistern Tommy (William Lee Scott) und Kayleigh (Amy Smart) sowie dem dicken Lenny (Elden Henson) verbringt er die meiste Zeit im Wald.
Seit seinem siebten Lebensjahr leidet Evan unter Blackouts. Seine Mutter und auch sein Psychiater können sich das nicht erklären. Daher schlägt ihm sein Psychiater vor, Tagebuch zu führen. Evan soll jeden Tag seines Lebens schriftlich festhalten. Als Evan mit 20 Jahren an der Universität studiert, hat er den Kontakt zu seinen Freunden leider verloren. Doch seit sieben Jahren hat er keine Blackouts mehr. Das will er feiern und geht mit einem Freund in eine Bar. Als er dann am späteren Abend ein Mädchen mit auf sein Zimmer nimmt, findet diese seine Tagebücher. Sie will, dass Evan ihr etwas daraus vorliest, was er dann auch macht. Sofort erleidet er ein neues Blackout und wacht in den Armen des Mädchens auf. Seine Nase blutet und sie erklärt ihm, er sei nur zusammengebrochen. Evan kann sich an einen Traum erinnern, in dem er etwas, das er beinahe aus seiner Kindheit gestrichen hatte, gesehen hat. Nämlich Kayleigh.
Am nächsten Tag beschliesst Evan, in seine Heimat zurückzukehren, um Kayleigh und seine alten Freunde zu treffen. Das Treffen läuft nicht wie geplant, nach Evans Besuch nimmt sich Kayleigh das Leben. Evan ist am Boden zerstört und gibt sich die Schuld an Kayleighs Tod. Er nimmt das Tagebuch erneut hervor und liest sich einen bestimmten Tag laut vor: Er war sieben Jahre alt und ging zu Kayleigh spielen. Da erlitt er das erste Mal ein Blackout. Als er wieder zu sich kam, stand er als Siebenjähriger halb nackt im Keller von Kayleighs Vater (Eric Stoltz). Kayleighs Vater stand hinter einer Kamera und filmte die nackten Kinder. Evan, der sofort begrifft, was hier los war, fing an, den Mann zurechtzuweisen, er drohte ihm, dass wenn er seine Tochter noch einmal anfassen werde, etwas Schlimmes passieren werde.
Als Evan endlich wieder zu sich kommt, sitzt er nicht mehr in seinem Zimmer, sondern in einem ganz anderen. Neben ihm steht die 20-jährige Kayleigh, die sich glücklich und zufrieden benimmt, sie lächelt ihn an. Und es scheint so, als habe Evan ihre schlimme Kindheit retten können.
Einige Tage leben Evan und Kayleigh glücklich, bis sie auf Tommy zu sprechen kommen. Kayleighs Vater hat sie zwar nie wieder angefasst, dafür aber Tommy immerzu verprügelt. Der kleine Tommy ist dann kriminell geworden. Evan fühlt sich gezwungen, nun auch Tommys Leben zu ändern. Er greift erneut zu einem Tagebuch und lässt sich wieder zurück in seine Kindheit bringen, doch jedes Mal, wenn er es schafft, jemanden zu retten, muss jemand anders darunter leiden.
Wird Evan es schaffen, eine Zeit zu schaffen, in der es allen gut geht?
Mein Eindruck: Butterfly effect ist ein Film mit einem garantierten Wow Effect. Wenn der Film zu Ende ist, sitzt man zuerst noch eine Weile da und muss alles auf sich wirken lassen. Die Idee zu diesem Film ist einfach genial, denn wir alle wünschen uns doch manchmal einfach, dass wir zurück in die Vergangenheit reisen könnten, um etwas zu ändern oder zu verhindern. Eric Bress bringt uns mit diesem Film alle Vorteile und Nachteile des Zeitreisen näher.
Und Ashton Kutcher beweist, dass er auch ernstere Rollen genau so gut wie komödiantische überzeugend spielen kann. Der Film verfügt zudem über einen wunderbaren Soundtrack unter anderem von Oasis.
Regie: Eric Bress
Schauspieler: Ashton Kutcher, Amy Smart, Elden Henson, William Lee Scott, Melora Walters, Eric Stoltz.
Laufzeit: 129min.
Freigabe: ab 16 Jahren
Jahr: 2004
Genre: Drama/ Fantasy





