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"Mein Ziel ist, dass wieder an jedem Tag der Fasnacht ein Anlass stattfindet"

Sonntag, 14. September 2008 in Fasnacht
Thomas Meister an der Goschennacht 2008. (Foto: Paul-Georg Meister)
(Anna Meister) - Vergangene Woche wurde Thomas Meister für vier Jahre zum neuen Obernarren der Grenchner Fasnacht gewählt. Er hat grosse Pläne für die künftige Fasnacht. In einem Interview mit www.grenchen.net erklärt er seine Ziele.

www.grenchen.net: Warum wollen Sie nur vier Jahre das Amt übernehmen?
Thomas Meister: Ich werde von 2008 bis zur Fasnacht 2012 im Amt sein. Da danach die Welt eh untergeht, muss ja nicht weiter geplant werden (lacht). Nein, im Ernst. Ich bin schon Grossvater und möchte mir persönlich eine Limite setzen. Ausserdem gibt’s viele qualifizierte und jüngere Menschen, die dieses Amt danach übernehmen können. Ich will nicht eine Ewigkeit Obernarr bleiben.

Welche Ziele verfolgen Sie als Obernarr?
Mein grösstes Ziel ist, dass wieder an jedem Tag der Fasnacht ein Anlass stattfindet, so wie das in den 80ern der Fall war. Mit der Gosche-Nacht, als Ersatz für den Luna-Ball wurde schon ein Anfang geschaffen. An der Fasnacht fehlt ausserdem noch ein Anlass für die Leute zwischen 18 und 30 Jahren. Ich will aber auf keinen Fall die alten Zeiten wieder heraufbeschwören, im Gegenteil, ich will die Fasnacht modernisieren. Ich bin seit 26 Jahren aktiv bei der Fasnacht dabei und habe dabei einige Veränderungen miterlebt. Die Stadt hat sich verändert und die Fasnacht muss sich solchen Veränderungen auch anpassen.

Gibt es da schon konkrete Ideen?

Die gibt es, aber ich will noch nichts verraten. Helfer haben wir schon einige gefunden. Wichtig ist auch, dass der Anlass zwischen der Mohrennacht und der Höllenfuer (beide in Bettlach Red.) stattfindet, denn wir wollen ihnen keine Besucher wegnehmen.
Am Fasnachtsdienstag wollen wir ausserdem auf dem Marktplatz einen riesigen Bottelòn veranstalten. (lacht)

Gibt’s noch andere Ziele?

Auf jeden Fall will ich schwarze Zahlen schreiben. In den letzten zehn Jahren wurden ein Drittel weniger Fasnachtsplaketten verkauft. Da müssen auch Massnahmen ergriffen werden. Aber als ausgebildeter Verkaufs- und Marketingleiter bin ich sicher, dass ich da etwas deichseln kann. Auch will ich mehr Anlässe für die Fasnächtler im ganzen Jahr organisieren. Ich will mehr ungezwungene Treffen veranstalten. So dass die Fasnächtler nicht nur zu Sitzungen zusammen kommen. Die besten Ideen entstehen nämlich bei gemütlichen Höcks.

Haben Sie zum Schluss noch eine Botschaft von Ihnen als Obernarr an unsere Leser/innen?
Ich bin ein Tsunami! Meine Welle soll auf die Fasnächtler treffen und von ihnen auf die Grenchner schwappen!

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