Buchrezension: „Der Gnadenthron“, Thriller von Martin Waites
Samstag, 13. September 2008
in Buchrezensionen
Die Geschichte: Der Londoner Stricher Jamal hat eine Mini-Disc gestohlen. Das wird ihm zum Verhängnis, denn sie enthält brisante Informationen. Der brutale Killer „Hammer“, er steht im Sold eines korrupten Polizisten jagt Jamal gnadenlos. Zwar gelingt Jamal die Flucht von London nach Newcastle, doch dort gerät er in die Fänge eines Pädophilen, der ihn gnadenlos ausnützt.
Trotzdem versucht Jamal, die Mini-Disc teuer zu verkaufen. So kommt er in Kontakt mit dem ehemaligen Star-Journalisten Joe Donovan, den ein tragisches Ereignis aus der Bahn geworfen hat: Vor zwei Jahren ist sein kleiner Sohn spurlos verschwunden und noch immer sucht Donovan nach ihm.
Zusammen mit zwei Privatdetektiven dringen Donovan und Jamal immer tiefer in einen Sumpf von Korruption, pädophilem Menschenhandel, Erpressung und Mord vor. Wird es ihnen gelingen, heil aus dieser Geschichte rauszukommen?
Mein Eindruck: Das Buch beginnt mit einer brutalen Schilderung einer Folterszene. „Schon wieder ein Autor, der versucht, die andern in punkto Grausamkeiten zu überbieten“, habe ich mir gedacht. Doch mit dem Fortgang der Geschichte wurde es immer besser. Die Brutalitäten rücken in den Hintergrund und schaffen Platz für eine spannende, vielschichtig gewobene Story.
Marty Waites schafft es, eine beklemmende Spannung aufzubauen. Geschickt spielt er mit Sprache, Empfindungen und Emotionen und schafft so eine Geschichte, die den Leser mitreisst. Gekonnt schält Waites die Charakteren seiner Protagonisten heraus, macht Gefühle, Ängste und Hoffnungen sichtbar.
Das Buch ist in allen guten Buchhandlungen erhältlich.
Marty Waites: „Der Gnadenthron“, Thriller
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN-10: 3426636115
ISBN-13: 978-3426636114





