Auch in Grenchen wird Strom teurer - SWG bleibt aber günstigster Stromanbieter
Donnerstag, 11. September 2008
in Grenchen
Strom ist in Grenchen trotz Preiserhöhung noch immer günstiger als im Rest der Region. (Foto: Paul-Georg Meister)
Vor ziemlich genau einem Jahr sagte SWG-Direktor Per Just in Newsletter der SWG, der in alle Grenchner Haushalte verteilt wird, dass er im Zuge der Strommarktliberalisierung mit einem Preisanstieg von rund 20 Prozent rechne. Damals reagierte niemand, weder die Öffentlichkeit noch die Medien. Und heute, wo die Vorhersage eingetroffen ist, rauscht es im Blätterwald und diejenigen Politiker/innen, die mit ihren Kompromissvorschlägen und mit einem aufgeblasenen Verwaltungsapparat in erster Linie für die Teuerung verantwortlich sind, heulen am lautesten.
Auch in Grenchen wird Strom im kommenden Jahr teurer. Per Just begründet dies in der neusten Ausgabe der SWG-Poscht mit den Worten: „Fakt ist, dass die Strompreise in den letzten Jahren stark angestiegen sind. In Grenchen hat man dies nicht gemerkt, da wir vor Jahren einen guten Strompreis auf längere Zeit fixieren konnten. Dieser Vertrag läuft aus. Deshalb müssen wir nun leider eine Strompreiserhöhung von ca. 20 Prozent hinnehmen. Zum andern ist auch die Strommarktliberalisierung weit kostenintensiver als ursprünglich angenommen wurde.“
Damit die ganze Strommarktöffnung abgewickelt werden kann, wurde das ganze Höchstspannungsnetz neu in die Hand der schweizerischen Netzgesellschaft der Swissgrid überführt. Die so genannten Systemdienstleistungen dieser Gesellschaft wurden bis anhin mit 0.3Rp./KWh in die Kalkulation genommen, ab nächstem Jahr sind diese 0.9Rp./KWh d. h. also um 0.6Rp./KWh höher.
Auch in Grenchen wird also der Strom im kommenden Jahr teurer werden. Prozentual gesehen steigt der Preis um satte 17,6 %. Schaut man diese Preissteigerung aber in konkreten Zahlen an, so erkennt man, dass im regionalen Vergleich der Strom in Grenchen am billigsten ist. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh zahlt ab dem 1. 1. 09 in Grenchen jährlich Fr. 981.45 (vorher 834.75). Bei der AEK in Solothurn kostet die gleiche Menge neu Fr. 1'098 (952.50) und bei der Regio Energie Fr. 1'086.30 (1’027.45).
Für Boris Banga, Stadtpräsident und Verwaltungsratspräsident der SWG, zeigt dies, dass man in Grenchen immer sehr umsichtig mit dem Ressourcen umgegangen ist. „Unsere Politik hat sich bewährt“, gibt er zu Protokoll, „wir haben in den letzten Jahren unsere Strukturen überprüft und schlank gehalten, und wir haben laufend in den Ausbau und Unterhalt unseres Netzes investiert.“
Damit, so Banga, könne man den Kunden auch in härteren Zeiten einen angemessenen Preis garantieren, und zwar Privaten wie Grosskunden: “Das ist auch Standort- und Wirtschaftsförderung.”
Ein weiterer Grund sieht Boris Banga auch darin, dass Grenchen, im Gegensatz zu andern Städten, die Werke nie als „finanzielle Milchkuh“ betrachtet habe. „Viele Werke wurden jeweils stark zu Kasse gebeten, um die Gemeindefinanzen zu sanieren“, weiss Banga. „Wir haben seit Jahrzehnten immer nur eine angemessene Verzinsung unserer Eigenmittel verlangt.“ Eine Politik, die sich nun auch für die Konsument/innen auszahlt.






Warum aber, wird Strom teurer; sicher weil es Geld für neue AKW's braucht!?
Wiso werden wir so an der Nase herumgezogen ??? Und wiso dann noch der "Klimarappen"...