Mit Sand gegen das Unwetter – Zivilschutz Grenchen will besser gerüstet sein
Donnerstag, 4. September 2008
in Grenchen
Zivilschützer füllen die Sandsäcke ab. (Foto. Thomas Hirsbrunner)
Man erinnert sich nur ungerne daran: Die Unwetter im Sommer 2007 richteten auch im Raum Grenchen erhebliche Schäden an. Zur Unterstützung der Betroffenen rückte neben der Feuerwehr auch der örtliche Zivilschutz mehrmals aus. Allen voran die direkt betroffenen Personen haben die schweren Folgen, den damit verbundenen Aufwand und nicht zuletzt die finanziellen Konsequenzen nicht vergessen. Die Auswertung der Unwetterschäden ergab im Nachhinein, dass einige der Schäden hätten verhindert, oder zumindest in Grenzen gehalten werden können. Doch dafür fehlten im vergangenen Jahr die Hilfsmittel.
Um zukünftigen Wetterschwankungen besser gewachsen zu sein, reagierte die Abteilung Zivilschutz des Kantons Solothurn mit dem Kauf von drei Abfüllmaschinen. Eine der rund 45‘000 Franken teuren Anlagen nutzte der Grenchner Zivilschutz nun um möglichen Unwettern vorzusorgen. Mit Flugblättern informierte er alle Haushalte der Gemeinden Grenchen, Bettlach und Selzach über die erneut bevorstehenden Wettergefahren und startete eine Sandsackabfüllaktion. Gegen einen Betrag von fünf Franken pro Stück wurden die zwölf Kilo schweren Säcke anschliessend in alle Haushalte geliefert, die ein Verlangen danach bekundeten. Insgesamt waren dies 660 Sandsäcke. Die Abfüllmaschine bleibt bei der Zivilschutzanlage Eichholz stationiert. Zivilschutzkommandant Remo Schneider verspricht: „Dies garantiert deutlich schnellere Hilfeleistung in Notsituationen. Mit dieser Abfüllmaschine kann ein eingespieltes Team innerhalb einer Stunde bis zu 2400 Säcke abfüllen.“
Dank der Abfüllaktion ist es den betroffenen Personen nun ermöglicht, im Ernstfall den Schaden selber in Grenzen zu halten. Zumindest bis professionelle Hilfe eintrifft. Aber auch die Feuerwehr und der Zivilschutz sind nun dank der Abfüllanlage erheblich besser ausgerüstet als es dies noch im vergangenen Jahr der Fall war. Und man hat sich auf kommendes Ungemach vorbereitet: „Wir haben bewusst mehr Säcke abgefüllt, als die Haushalte anforderten. Den Vorrat können wir nun im Ernstfall gezielt einsetzen“, wie Remo Schneider mitteilt. „Zudem sind die Anlagen leicht transportierbar, sie können also direkt in den betroffenen Gebieten eingesetzt werden.“



