Handystudie: Männer telefonieren deutlich mehr - Frauen und Senioren fassen sich kurz
Dienstag, 26. August 2008
in Verschiedenes
Themenbild: Paul-Georg Meister
Entgegen dem alten Klischee, Frauen würden in der Regel mehr tratschen als Männer, liegt der Anteil der Vieltelefonierer beim weiblichen Geschlecht nur bei sieben Prozent. In der Gruppe der Senioren sind es sogar weniger als ein Prozent. Abgefragt wurde sowohl das berufliche als auch das private Handy-Telefonieren. "Daher gehören die Berufstätigen auch eher zu den Vieltelefonierern.
Die Erhebung zeigte zudem, dass Männer deutlich häufiger ein Diensthandy besitzen als Frauen", erklärt Marc Thylmann, Sprecher im Bereich Technologien und Dienste beim BITKOM, auf Anfrage von pressetext. Daraus ergebe sich die Vermutung, dass Männer häufiger als Frauen zu den Vieltelefonierern gehörten, weil sie mehr und länger beruflich telefonieren.
In der Vergangenheit hätten vor allem Geschäftskunden das Mobiltelefon für längere Gespräche gebraucht. Aufgrund der neuen, günstigeren Tarife werde das Handy aber auch in der Freizeit immer mehr eingesetzt, so BITKOM-Präsident Auguts-Wilhelm Scheer. "Die Altersgruppen 14 bis 19 sowie 30 bis 49 telefonieren im Schnitt am längsten. Die älteren Generationen telefonieren deutlich weniger mobil", ergänzt Thylmann. Das Handy ersetze in Europa zunehmend den Festnetzanschluss. Im Jahr 2007 verfügten durchschnittlich 24 Prozent der Haushalte in den Ländern der Europäischen Union ausschließlich über einen Mobilfunkanschluss.
Männer liegen auch bei den überdurchschnittlichen Handynutzern, die zumindest bis zu einer Stunde am Tag telefonieren, voran. Während nur zehn Prozent der Frauen den Zeitraum von maximal einer Stunde ausschöpfen, sind es bei den Männern 15 Prozent. Bei der "normalen" Nutzung hingegen dominiert das weibliche Geschlecht. 72 Prozent der Frauen sprechen täglich "nur wenige Minuten", bei den Männern sind es in dieser Gruppe 65 Prozent. Grundsätzlich kommt das Mobiltelefon bei den meisten Nutzern jeden Tag zum Einsatz. 90 Prozent haben ihr Handy täglich in Betrieb. Nur bei den älteren Handybesitzern über 65 Jahren ist der Anteil mit 75 Prozent etwas gering



