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Sommeroper: Eine der erfolgreichsten Spielzeiten - Auf Donizetti folgt 2010 eine Rossini-Oper

Dienstag, 19. August 2008 in Kultur
Oskar Fluri schenkte den beiden abtretenden Maria Leyer und Karl Fäth ein Stück des über 100jährigen Bühnenbodens. (Bild. pgm)
(Paul-Georg Meister) - Mit einer farbenprächtigen Dernière von „Viva la Mamma“ wurde die Spielzeit der Sommeroper Selzach beendet. Mit über 7000 Besucherinnen und Besucher war die Oper von Gaetano Donizetti publikumsmässig eine der erfolgreichsten Selzacher Produktionen.

„Wir können auf eine der bestbesuchten Produktionen in Selzach zurückblicken“, sagte Produktionsleiter Urs Jäggi anlässlich der Dernièrenfeier. „Alle Aufführungen waren sehr gut besucht, viele davon sogar ausverkauft.“ Insgesamt haben über 7’000 Besucherinnen und Besucher die Aufführung in Selzach genossen.

Beendet wurde die Spielzeit mit einer farbenprächtigen letzten Aufführung von Gaetano Donizettis „Viva la Mamma“ im ausverkauften Selzacher Passionsspielhaus. Noch einmal wurden die Akteure mit lang anhaltenden Standing Ovations belohnt.

Abschied von Maria Leyer und Karl Fäth

Mit der letzten Vorstellung in Selzach verabschiedete sich auch das Ehepaar Maria Leyer und Karl Fäth von der Opernbühne. Sie werden, nach einem aufregenden und erfolgreichen Bühnenleben, das sie in die bekanntesten Opernhäuser Europas geführt hatte, nun ihren Ruhestand geniessen.

Beide sind in Selzach bereits mehrere Male auf der Bühne gestanden. Maria Leyer unter anderem als Blondchen in „Die Entführung aus dem Serail“, als Baronin Freimann in „Der Wildschütz“ und als Marie in „Zar und Zimmermann“. Karl Fäth war in Selzach unter anderem als Osmin in „Die Entführung aus dem Serail“, Baculus in „Der Wildschütz“, als van Beth in „Zar und Zimmermann“ und als Kuno in „Der Freischütz“ zu sehen.

Auch Maria Leyer und Karl Fäth wurden mit Standing Ovations vom Publikum und vom Selzacher Team verabschiedet. Und damit sie Selzach immer in guter Erinnerung behalten, schenkte ihnen Bühnenbildner Oskar Fluri ein Stück des über 100-jährigen Bühnenbodens.

2010 wird Rossini aufgeführt

Zufrieden mit der diesjährigen Spielzeit zeigte sich auch Regisseur Thomas Dietrich. Für ihn sei es eine wundervolle, teilweise aber auch sehr aufreibende Zeit gewesen. Dietrich erinnerte dabei vor allem an die Aufführung vom vergangenen Mittwoch, als die Primadonna Maria Leyer wegen einer Erkrankung ihren Part nicht singen, sondern nur spielen konnte und die Sopranistin Barbara Locher für sie als Sängerin einsprang (wir berichteten darüber). „Das sind Aufführungen, die einem lange in Erinnerung bleiben.“

Bekanntgegeben wurde an diesem Abend welche neue Produktion im Jahr 2010 in Selzach über die Bühne gehen wird. Das Produktionsteam hat sich für eine Oper von Gioachino Rossini entschieden, nämlich für „Die Italienerin in Algier“. Man darf sich also bereits heute wieder auf eine tolle Spielzeit im Selzacher Passionsspielhaus freuen.

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