Kolumne: Nur so ein Gedanke
Freitag, 18. Juli 2008
in Kolumnen
Ich sehe mich da sehr gut, wie ich nackig in einem Bach bade und mich anschliessend auf eine saftige Wiese lege. Wau, was für ein Traum! Jedenfalls, wenn man den Gedanken nicht weiterverfolgt.
Denn irgendwann werde ich bestimmt hungrig. Also ab nach Hause. Doch was ist mein zu Hause? Ich könnte mir bestimmt eine kleine Hütte bauen. Doch halt: Ich habe weder Nägel noch eine Säge. Muss ich mir diese Gegenstände halt erst bauen. Doch wie gewinne ich Metall? Ich glaube, ich ziehe in eine Höhle.
Das wäre schon mal gelöst. Doch wie komme ich nach Hause? Ein Auto konstruieren. Aber wie? Und woher nehme ich Benzin? Sowieso würde ein Autoradio fehlen und Musik gibt’s ja auch noch nicht. Vielleicht könnte ich ein Fahrrad bauen. Zumindest weiss ich, was ein Rad ist. Für mehr reicht es aber wohl nicht. Also gehe ich zu Fuss.
In meiner Höhle angekommen, muss schnell mal ein Feuer her. Holz sammeln, das kann ich. Doch woher nehme ich die Zeitungen, um das Holz in Brand zu stecken. Und wie zünde ich überhaupt das Papier an? Na gut, auch ich habe das schon mal im Fernsehen gesehen und reibe ein paar Stunden ein Holzstück ans andere. Das wird wohl noch knapp hinhauen. Doch woher nehme ich das Essen? Ich habe so lange gebraucht, das Feuer zu entfachen, dass die Coop-Tankstelle bestimmt schon geschlossen hat. Ah nein, die gibt es ja gar nicht.
Also muss ich jagen. Schliesslich hat die unberührte Natur genug zu bieten. Ein saftiger Hase auf dem Grill wäre nicht schlecht. Doch wie erlege ich diesen? Eine Waffe muss her. Mehr als einen spitzen Stein auf einem Stock zu montieren, liegt wohl nicht drin. So knapp vor dem Hungertod werde ich es wohl geschafft haben, einen „Chüngu“ zu erwischen.
Dann sitze ich also da, in meiner Höhle mit einem ungewürzten Stück Fleisch auf einem Stock, das ich übers Feuer halte. Ich denke an die Zeit, als ich mein Leben noch mit den tausend kleinen Hilfsmitteln meistern konnte, die irgendwer irgendwann erfunden hat. Und plötzlich wird mir klar, dass ich ohne die sonst so selbstverständliche Technik gerade einmal überleben kann – nicht mehr und nicht weniger. Haben sich seit der Zeit der Neandertaler die Menschen oder nur unsere Hilfsmittel weiterentwickelt?
Egal, ist ja nur so ein Gedanke!






Genau, DU bist DAS was weder geboren wird noch stirbt. ALLES IST EINS.
Alles geht aus dem Namenlosen hervor und löst sich wieder IM (Deinem Selbst)
Namenlosen auf. Nicht das kleinste Staubkörnchen ist davon getrennt.
Jedes Ding, das kleinste wie das größte, besteht aus der gleichen
Essenz. DU bist DAS, aus dem das ganze Universum hervorgegangen
ist. Worauf immer sich dein Bewusstsein richten mag, du bist es in
diesem Moment. Kein Unterschied, und sei er noch so klein, besteht
z.B. zwischen Dir und diesen Zeilen auf dem Monitor. Es erscheint
nur dem Verstand als räumliche Trennung, jedoch gibt es keine
Entfernung zwischen Raum und Bewusstsein.
Es stimmt, was Sie schreiben, das Gefühl von Anwesenheit (=Bewusstheit) wird irrtümlich als "Ich bin eine Person mit Eigenschaften" (= Egoich) erlebt.
Schönes Weekend
Rolf