Positive Schlussbilanz - Euro 08 aus Sicht der Solothurner Spitäler AG gut verlaufen
Dienstag, 1. Juli 2008
in Kanton Solothurn
Bild: www.pixelio.de
Wegen der Euro 08 und diverser, in der gleichen Zeit in der Region stattfindender Veranstal-tungen waren mehr Eintritte in den Notfall des Bürgerspitals Solothurn (BSS) und des Kantonsspitals Olten (KSO) zu erwarten. Die Befürchtungen sind nur teilweise eingetroffen, die Bilanz aus Sicht der Solothurner Spitäler AG (soH) fällt positiv aus: Die Rettungsdienste hatten nur einzelne «Euro-bedingte» Einsätze bei den Public-Viewing-Zonen in Solothurn und Olten zu leisten. Mehr zu tun gab’s am wegen des schönen Wetters sehr gut besuchten «Märetfescht» in Solothurn vom vergangenen Wochenende: Der BSS-Rettungsdienst musste mehrmals wegen kleineren Ereignissen ausrücken, meist war dabei Alkohol im Spiel.
Dr. med. Oliver Reisten, ärztlicher Leiter des KSO-Rettungsdienstes, nennt mehrere Gründe, weshalb die Euro 08 für die Sanitätsdienste relativ ruhig verlaufen ist. Einerseits hätten die von der Polizei als brisanter eingestuften Spiele in Österreich stattgefunden. Andererseits habe das schlechte Wetter zu Beginn des Turniers viele Leute davon abgehalten, die Spiele im Freien und in den Public-Viewings zu schauen. «Der wichtigste Grund ist aber das exzellent organisierte Konzept der Sicherheitskräfte. Durch Prävention, Deeskalation sowie – wenn nötig – frühzeitiger und konsequenter Intervention konnte die Polizei den Aufwand der Sani-tätsdienste gering halten. Ohne diesen ‚Schutz’ hätten wir erheblich mehr Patienten behandeln müssen», ist Reisten überzeugt.
Eigene Sanitätshilfestellen künftig bei grösseren Ereignissen im Einsatz
«Wir sind froh, dass die Euro 08 ein grosses Fussballfest geworden und ohne grössere Pro-bleme über die Bühne gegangen ist. Wir wären aber für den Ernstfall vorbereitet gewesen», sagt Beat Walser, Leiter des BSS-Rettungsdienstes und Euro-08-Verantwortlicher der soH. Das BSS und das KSO hatten die notwendigen Vorbereitungen getroffen und waren für das Grossereignis gerüstet. So hat die soH – neben personellen Massnahmen wie Ferienstopps und Bereitschaftsdienste in einzelnen Abteilungen – für beide Standorte je eine neue Sanitätshilfestelle (SanHiSt) angeschafft. An beiden Orten ist die SanHiSt glücklicherweise nicht zum Einsatz gekommen. Die von der soH seit längerem geplante, aber wegen der Euro zeit-lich vorgezogene Investition lohnt sich aber trotzdem: Die Solothurner Rettungsdienste sind künftig für den Einsatz bei Grossereignissen optimal ausgerüstet und nicht mehr auf die San-HiSt der Nachbarkantone angewiesen – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.



