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Konzerne profitieren von Nahrungsmittelknappheit- Spekulanten treiben die Preise nach oben

Montag, 16. Juni 2008 in Verschiedenes
(Foto: www.pixelo.de)
(pte) - Steigende Preise für Grundnahrungsmittel bedrohen derzeit die Existenz von Millionen Menschen auf der ganzen Welt, während multinationale Nahrungsmittelkonzerne von der Krise profitieren.

Ein Grund für die wachsenden Gewinne ist die gestiegene Nachfrage, die vor allem durch den Biotreibstoff-Boom und die Produktion von Fleisch hervorgerufen wird. Zur sprunghaften Steigerung der Nahrungsmittelpreise haben auch Spekulanten nicht unwesentlich beigetragen, berichtet die Zeitung The Independent on Sunday.

In Washington hat bereits die Commodity Futures Trading Commission Anhörungen abgehalten, um der Frage nachzugehen, inwieweit Spekulanten für die Preissteigerung verantwortlich sind. 



Index-Fonds Investitionen in Korn und Fleisch haben sich im letzten Jahr fast verfünffacht, berichtet AgResource, ein US-Marktforschungsunternehmen. Auch Bob Watson, leitender Wissenschaftler am Department for Environment, Food and Rural Affairs, identifiziert Spekulanten als einen wichtigen Faktor für die Preissteigerung. Die rapide ansteigenden Kosten für Grundnahrungsmittel bringen arme Menschen in große Schwierigkeiten. Diese müssen auch unter normalen Umständen bereits 80 Prozent ihres Einkommens für ihre Ernährung aufwenden.



Der Konzern Monsanto konnte im Vergleich zum Vorjahr seine Nettoeinkünfte in den drei Monaten bis Ende Februar auf 1,12 Mrd. Dollar mehr als verdoppeln. Archer Daniels Midland, einer der weltgrößten Verarbeiter von Soja, Mais und Korn, konnte seine Gewinne in derselben Zeitperiode um 42 Prozent steigern. Mehr als verzwölffacht haben sich die Einkünfte des weltgrößten Düngerproduzenten, der Mosaic Company, in diesen drei Monaten. Dank einer Düngerknappheit konnte das Unternehmen seine Einkünfte von 42,2 Mio. Dollar auf 520,8 Mio. Dollar hochschrauben.

Durch den Mangel an Düngemitteln haben sich die Preise dafür teilweise verdreifacht. Dies trifft besonders Entwicklungsländer hart, die nun die geplanten Erntesteigerungen nicht in die Tat umsetzen können.

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