Vorsorgemassnahmen - Das Bürgerspital Solothurn ist fit für die Euro 08
Samstag, 7. Juni 2008
in Kanton Solothurn
Themenbild: www.pixelio.de
Der Kanton Solothurn wird während der Euro 08 als zentrale Verkehrsdrehscheibe und Übernachtungsregion in der Nähe der Spielstädte Basel, Bern und Zürich eine bedeutende Rolle spielen. Ein höheres Verkehrsaufkommen, viele zusätzliche Touristen, der grosse Zuschaueraufmarsch in den Public-Viewing-Zonen in Olten und Solothurn sowie diverse gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen in der Region lassen erheblich mehr Notfalleintrit-te erwarten. Die Hitzeeinwirkung, Kreislaufprobleme, Herznotfälle, zu viel Alkohol und Verletzungen durch Schlägereien werden die häufigsten Ursachen sein, warum während der Euro 08 Patientinnen und Patienten ins Spital eingeliefert werden.
«Wir hoffen natürlich, dass die Euro 08 ein grosses Fussballfest wird und ohne grössere Probleme über die Bühne geht. Wir müssen aber für den Ernstfall vorbereitet sein», sagt Beat Walser, Leiter Rettungsdienst des Bürgerspitals Solothurn (BSS) und Euro 08-Verantwortlicher der Solothurner Spitäler AG (soH). Deshalb hat das BSS diverse organisatorische und personelle Massnahmen getroffen. So hat die soH kürzlich für das BSS und das Kantonsspital Olten je eine Sanitätshilfestelle (SanHiSt) angeschafft – eine geplante, aber wegen der Euro 08 zeitlich vorgezogene Investition. Die SanHiSt steht im Bürgerspital Solothurn bereit und wird bei grösseren Ereignissen am Unfallort aufgestellt – beispielsweise beim Public-Viewing auf der Solothurner Chantierwiese oder auf der Autobahn. Die SanHiSt mit ihren aufblasbaren Zelten lässt sich in wenigen Minuten aufstellen und in Betrieb neh-men.
Notfallstation bei Bedarf durch Räume im Ambulatorium B erweitert
Während der Euro 08 wird zudem den Notfallstation des BSS am Abend und in der Nacht räumlich erweitert: Im Ambulatorium B, das gleich neben der Notfallstation liegt, werden täglich zwischen 16 und 6 Uhr einige Zimmer zur Verfügung stehen. Diese stehen bereit, wenn der Notfall voll ist. In der Nähe des Eingangs zur Notfallstation kann zudem bei Bedarf in kürzester Zeit eine Dekontaminationsstelle aufgestellt werden. Diese kommt bei kleineren Ereignissen zum Einsatz, bei grösserem Patientenanfall – entsprechend dem BSS-Katastrophenkonzept – die Dekontaminationsstelle der Feuerwehr.
Ferienstopp und mehr Pikettdienste für einzelne Bereiche
Diverse Massnahmen sollen zudem sicherstellen, dass im Notfall im Bürgerspital genügend personelle Kapazitäten zur Verfügung stehen. So wurde für das Personal des Rettungsdienstes und der Notfallstation ein absoluter Ferienstopp verhängt, in verschiedenen Bereichen sind zusätzliche Pikettdienste geplant. Während der ganzen Euro-Dauer steht zudem eine dritte Equipe des Rettungsdienstes im Einsatz und unterstützt das Personal der Notfallstation. Weiter wird in der Alarmzentrale der Kantonspolizei ein zusätzlicher Rettungssanitäter eingesetzt. Für die Sicherheit von Personal und Patienten sorgt ein zusätzlicher Securitas-Mitarbeitender.



