Super Zeugnis für mia-Restaurants - kein Verkauf von Alkohol und Tabakwaren an Jugendliche
Dienstag, 3. Juni 2008
in mia 2008
Themenbild: www.pixelio.de
In den vergangenen Monaten häuften sich bei der Polizei Meldungen, dass Alkoholika an Jugendliche verkauft würden. Aufgrund dieser Meldungen und auch wegen der ernüchternden Ergebnisse der Testkäufe im übrigen Kantonsgebiet, sah sich die Polizei Stadt Grenchen veranlasst, Testkäufe auf Stadtgebiet durchzuführen.
Die Testkäufe basierten auf einem zusammen mit der Staatsanwaltschaft abgesprochenen Konzept der Polizei Stadt Grenchen. Sämtliche Alkoholverkaufsstellen und Gastwirtschaftsbetriebe wurden in einem Schreiben anfangs Mai auf die Testkäufe aufmerksam gemacht. Die jugendlichen Testkäufer wurden von Polizeifunktionären begleitet, welche sich im Hintergrund hielten. Nach den Verkäufen schritt die Polizei jeweils ein und machte das Verkaufspersonal auf die Fehler aufmerksam. Dabei wurde dem Personal die Verzeigung an die Staatsanwaltschaft eröffnet.
Die Testpersonen versuchten in den Verkaufsgeschäften sowie in Restaurants Bier zu kaufen. Im Rahmen dieser Stichproben wurden zehn Verkaufsstellen kontrolliert, wobei in drei Fällen den Jugendlichen Alkohol oder Tabak verkauft wurde.
Auch während der neun Tage dauernden mia wurden in mehreren Restaurants an verschiedenen Tagen Testkäufe durchgeführt. Das Verkaufspersonal hielt sich an die gesetzlichen Vorschriften und verkaufte den Jugendlichen in keinem Fall Bier.
An unter 16-Jährige dürfen weder Alkohol noch Tabakwaren verkauft werden. Wein, Bier und gegorener Most dürfen gemäß Gesetz an 16-Jährige, Alcopops, Spirituosen und Aperitife aber erst an Jugendliche über 18 Jahren verkauft werden.
Auch in naher Zukunft werden im Rahmen des Jugendschutzes solche Testkäufe durchgeführt. Dabei werden auch Gastronomiebetriebe anlässlich von Veranstaltungen (Uhrencup, Grenchnerfest etc.) wieder überprüft.




Viele Jugendliche haben in den letzten Jahren angeklagt, dass Alk-Käufe in vielen Lokalitäten und Geschäftstellen in Grenchen möglich sind.
Jetzt macht die Politik und die Staatsanwaltschaft etwas dagegen.
Ein lachendes Auge habe ich, weil die Polizei endlich Beweise hat. Ein weinendes Auge, weil viele Lokalitäten trotz der Bekanntmachung Alkohol verkauften und es Jahre dauerte, bis endlich etwas gegen die Alkohol-Abgabe getan wird.