„Damit der Markt belebt wird“ - Aussprache zwischen IG Markt, GVG und Stadt Grenchen
Freitag, 30. Mai 2008
in Grenchen
Markt in Grenchen. (Foto: Sarah Meister)
Grenchens Stadtpräsident Boris Banga hat den Präsidenten der IG Markt, Erich Dubach, und den Präsidenten des GVG, Ruedi Spielmann, vor wenigen Tagen zu einer Aussprache eingeladen. Thema war die Kritik von Erich Dubach an die Vertreter der Stadt. Ende März hatte Dubach an einer Versammlung der IG Markt von der Stadt mehr Unterstützung für den Markt gefordert. Er wünschte sich damals unter anderem einen einzigen statt viele verschiedene städtische Ansprechpartner.
In einer Medienmitteilung bezieht sich die Stadt Grenchen folgendermassen auf die oben erwähnte Aussprache: „Dabei erwiesen sich die meisten Vorwürfe als haltlos und es konnten Missverständnisse und Unklarheiten ausgeräumt werden.“ Als Ansprechpartner sei die Stadtpolizei bezeichnet worden, was schon immer so gewesen sei. Entgegengekommen sei die Stadt der IG Markt insofern, dass die öffentlichen WC-Anlagen neu während des Markts geöffnet würden. Zudem werde abgeklärt, ob auf dem Marktplatz zusätzliche Stromanschlüsse geschaffen werden könnten.
Ruedi Spielmann und Erich Dubach wollten auf Anfrage keine Stellung beziehen zur Aussage, dass sie haltlose Vorwürfe gemacht hätten. „Es geht jetzt darum, gemeinsam den Markt in eine positive Richtung zu ziehen“, sagt Ruedi Spielmann. Auch Erich Dubach sagt, er wolle die vergangenen Unstimmigkeiten ad acta legen und bewusst das Positive herausstreichen: „Uns geht es ja in erster Linie darum, dass der Markt belebt wird“.
Das Thema „Beleben des Marktplatzes“ steht denn auch im Vordergrund einer Medienmitteilung, mit welcher der GVG vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit trat. Die IG Markt und der GVG wollen enger zusammenarbeiten, war darin zu lesen. IG Markt-Präsident Erich Dubach gehört seit kurzem dem Vorstand des GVG an. Als weiteren Schritt wolle man nun die Marktfahrer des Grenchner Wochenmarkts motivieren, GVG-Mitglieder zu werden. Der GVG wolle ausserdem an seiner nächsten Vorstandssitzung das Ressort Markt schaffen. Zudem wolle man in Zukunft die Geschäfte rund um den Marktplatz vermehrt in den Wochenmarkt einbeziehen: „Und wir werden sie auffordern, ihr Geschäft während des Marktes auf die Strasse zu verlegen“, so Ruedi Spielmann.
Sowohl die Stadt als auch der GVG thematisierten das Projekt Markthalle. Man habe sich in der gemeinsamen Aussprache geeinigt, eine Arbeitsgruppe zu bilden, welche sich mit der Frage der Machbarkeit auseinander setze, heisst es vonseiten der Stadt. Der Bau einer Markthalle bleibe ein klares Ziel, von dem man nicht abrücken wolle, ist vonseiten des GVG zu erfahren.



