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“Aus dem Dornröschenschlaf erweckt” - Der Neubau des Kunsthauses Grenchen ist eröffnet

Mittwoch, 28. Mai 2008 in Kultur
V.l.n.r.: Boris Banga, Stadtpräsident; Hanspeter Rentsch, Präsident Stiftungsrat Kunsthaus Grenchen; Eva Inversini, Kuratorin; Peter Gomm, Regierungsrat; Jürg Stäuble, Architekt.
(Foto: Anna Meister)
(Anna Meister) - Es ist vollbracht. Das neue Kunsthaus wurde letzten Samstag eröffnet. Nach knapp einem Jahr wurde der Neubau am Kunsthaus Grenchen nun der Öffentlichkeit zugänglich. „Der Diskurs um die Erweiterung war gross“, sagt der Leiter der Baudirektion, Claude Barbey „doch unsere hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.“

Beim Neubau handelt es sich um ein Gebäude von 300 Quadratmetern für Kunstausstellungen. Die Räume können dank bis zu vier beweglichen Stellwänden immer wieder den Ausstellungen angepasst werden. Des Weiteren wurde die Parkanlage neu gestaltet und erweitert, so dass nun auch Kombinationen mit dem Gebäude und dem Park durchgeführt werden können. Auch solle der Park Menschen, „die vielleicht nicht so mit der Kunst vertraut sind“ anlocken. „Wir wollten aber auf jeden Fall kein neues Haus bauen, sondern eine Skulptur“, erklärt Jürg Stäuble, Architekt von SSM Architekten AG. „Die Architektur soll dabei an das alte Wäschehaus, welches damals zum Girardhaus gehört hatte, erinnern.“

Dass das neue Gebäude in Richtung Südbahnhof zeigt, statt Richtung Stadtzentrum sei, so Jürg Stäuble, durchaus gewollt. „Mit dem Eingang beim Bahnhof Süd wurde beim Kunsthaus ein zweiter Eingang geschaffen.“ Sein Projekt mit dem Namen „Espace Articulé“ hatte im Jahre 2005 den Wettbewerb des Kunsthauses gewonnen und durfte damit sein Projekt in die Tat umsetzen. Stäuble freut sich sehr darüber, dass „das Haus aus seinem Dornröschenschlaf geweckt“ werden konnte. Entstanden ist ein nahtloser Anschluss an den Altbau. Dies bedeute aber nicht, laut Eva Inversini, Künstlerische Leiterin des Kunsthauses, dass beide Gebäude immer zu einem Thema eine Ausstellung zeigen werden. Vielmehr wolle man sich im Neubau der zeitgenössischen, schweizerischen Kunstszene verschreiben.

Der offizielle Eröffnungsakt war trotz des nasskalten Wetters sehr gut besucht. Nach den Reden des Präsidenten der Stiftung Kunsthaus Grenchen, Hanspeter Rentsch, des Stadtpräsidenten Boris Banga, Jürg Stäuble und Eva Inversini, wurde der neue Schlüssel offiziell ans Kunsthaus übergeben und das rote Band vor dem Eingang zerschnitten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Duo Jakob Hug und Ademir Candio, Mistura Fina, welche schon an der expo 02 in Biel ihren grossen Auftritt gehabt hatten.

Die aktuelle Ausstellung trägt den Titel „Linie ist nicht gleich Linie“. Linien begleiten den Menschen überall in seinem Leben, egal ob im Einkaufszentrum, auf der Strasse oder in der Natur. Die Ausstellung widmet sich der Linie in der Kunst. Dabei werden Bilder, Filme und auch eine Tonspur zu diesem Thema gezeigt. In beiden Gebäuden wird das Thema Linien zu finden sein, wenn auch in unterschiedlichen Ansichten.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 13. Juli. Das Kunsthaus ist dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet und montags geschlossen.


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