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Branchenverband: "Ohne Musik kein iPod" - Musiklabels wollen neues iTunes-Abomodell

Sonntag, 25. Mai 2008 in Public Relations
(Foto: www.pixelio.de)
(pte) - Einige große Musiklabels verhandeln derzeit mit Apple über ein neues Geschäftsmodell für den Internet-Musikshop iTunes http://www.apple.com/de/itunes . Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, könnten Apple-Geräte wie iPod und iPhone in Zukunft mit einem Aufschlag verkauft werden, um dadurch den Nutzern unbegrenzten Zugriff auf den iTunes-Musikkatalog zu verschaffen.


"Wir begrüßen neue Geschäftsmodelle, die den Absatz unserer Produkte fördern. Demnach sind auch Online-Modelle wie die von Apple interessant für die Musikindustrie. Kernpunkt ist jedoch, dass die Musikindustrie die Inhalte für diese neuen Speichermedien stellt", erläutert Daniel Knöll, Pressesprecher IFPI Deutschland, die Haltung des Musikverbandes zu der Diskussion. Die ökonomische Bedeutung der Musikindustrie gehe weit über die Betrachtung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ihres Kerngeschäftes hinaus. "Ohne Musik gäbe es keinen iPod. Ohne Musik würden die Werbeeinnahmen der Radiosender versiegen. Und ohne Musik würde der Absatz schneller Internetzugänge stocken, denn Musik ist der meistgenutzte Breitbandinhalt im Internet", so Knöll weiter.

Erst kürzlich hatte auch Nokia unter dem Namen "Comes with Music" einen ähnlichen Musikdienst angekündigt. Seitens der Labels erhofft man sich, über solche Modelle wieder stabile Umsätze zu sichern. Apple seinerseits würde vermutlich deutlich mehr Einnahmen mit den eigenen Geräten machen. Der Nokia-Service sieht derzeit vor, mit dem Kauf eines Handys gleichzeitig ein Jahr lang kostenlosen Zugriff auf das Musikangebot zu erhalten. Starten soll der Dienst vermutlich im Herbst dieses Jahres.

Wie die FTD weiter berichtet, wird mit Apple aber noch ein weiteres Geschäftsmodell diskutiert. Dabei geht es um ein Monatsabo für sieben bis acht Dollar. Dafür dürften die Nutzer unbegrenzt Musik hören und zwischen 40 und 50 Songs jährlich dauerhaft herunterladen können. Der Service würde sich aber offenbar nur für das iPhone eignen, da die Kosten über die Telefonrechnung beglichen werden sollten.

Grundsätzlich ist das Verhältnis zwischen der Musikindustrie und Apple etwas gespalten. Einerseits ist iTunes zwar für den Löwenanteil der verkauften Musikdownloads verantwortlich und stützt damit auch die Umsätze der Labels. Andererseits fürchtet die Musikwirtschaft seit längerer Zeit die Dominanz von Apple auf diesem Gebiet. Apple hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Vorschläge der Musiklabels gewehrt. So gab es beispielsweise heftige Diskussionen um den Einheitspreis von 99 Cent pro iTunes-Song und viele Musikindustrie-Vertreter haben angefangen sich mit anderen Partnern gegen Apple zu formieren.

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