Stärkeres Bevölkerungswachstum - Schweizer Wohnbevölkerung stagniert im Kanton Solothurn
Sonntag, 18. Mai 2008
in Kanton Solothurn
(Foto: Paul-Georg Meister)
Am Stichtag 31. Dezember 2007 erreichte die Wohnbevölkerung den Stand von 253‘057 Personen. Damit liegt der Bestand um 1'400 Personen oder 0,6% über dem-jenigen des Vorjahres. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Kanton beläuft sich auf 19,6% (49'715 Personen). Der entsprechende schweizerische Mittelwert be-trägt 20,7%. Die Zahl der im Kanton Solothurn lebenden Personen mit Schweizer Bür-gerrecht nahm im Berichtsjahr lediglich um 40 Personen zu und beläuft sich neu auf 203'342 Personen.
Das Wachstum der Gesamtbevölkerung beruht nach wie vor weitgehend auf dem Ge-burtenüberschuss und dem Wanderungsgewinn der ausländischen Wohnbevölke-rung. Während der Faktor „Geburtenüberschuss“ bei der Schweizer Bevölkerung seit 1993 negativ ausfällt (mehr Todesfälle als Lebendgeborene), entwickelte sich in der gleichen Zeitspanne derjenige der ausländischen Wohnbevölkerung immer positiv. Die leichte Zunahme der Schweizer Bevölkerung im Jahr 2007 ist nur aufgrund der höheren Anzahl Einbürgerungen im Verlaufe des Berichtsjahres zustande gekommen.
Die Zahl der im Kanton Solothurn lebenden Ausländer teilt sich insgesamt auf 131 Nationen auf. Mit einem Anteil von 21,9% sind die Italiener weiterhin die stärkste Einzelnationalität, gefolgt von den Staatsangehörigen aus Serbien und Montenegro mit einem Anteil von 18,6%. Am drittstärksten vertreten sind mit einem Anteil von 12,7% die Mitbewohner deutscher Nationalität. An vierter Stelle folgen die Angehöri-gen türkischer Nationalität mit einem Anteil von 12,4%.
Die Aufteilung der Bevölkerung nach Geschlecht präsentiert sich gegenüber dem Vor-jahr unverändert. Aktuell verweilen 49,5% männliche und 50,5% weibliche Personen auf solothurnischem Kantonsgebiet.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfuhr die Bevölkerung eine starke Alterung. Im Jahr 1900 waren knapp 45% der Wohnbevölkerung des Kantons unter 20-jährig und le-diglich 5,5% 65-jährig oder älter. Diese Anteile haben sich in den letzten hundert Jah-ren klar verschoben. Heute sind 21,5% der Bevölkerung unter 20-jährig und rund ein Sechstel ist 65-jährig oder älter. Der Rückgang des Anteils der Jungen wurde durch die Zunahme des Anteils der älteren Personen praktisch wettgemacht, während der Anteil der 20-64-jährigen ziemlich stabil blieb. Dieser demografische Alterungspro-zess ist eine Folge der steigenden Lebenserwartung und vor allem der abnehmenden Geburtenhäufigkeit.
Die Zahl der Geburten fiel im Berichtsjahr um 122 Kinder grösser aus als im Jahr zu-vor und beläuft sich auf 2'186 Lebendgeburten. Etwas mehr als ein Viertel der Neu-geborenen sind Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Zur Zeit beläuft sich die Geburtenhäufigkeit für Schweizerinnen auf 1,32 Kinder je Frau, verglichen mit 1,84 Kinder je Frau bei den Ausländerinnen.
Anna und Sara waren im Kanton im Jahr 2006 die beliebtesten Vornamen für Mäd-chen. Bei den Jungen wurde der letztjährige Ranglistenerste David durch Noah und Joël abgelöst. (Hinweis an die Redaktion: 2007 ist noch nicht erhältlich)
Die Publikation kann beim Amt für Finanzen, Controllerdienst und Statistik, Barfü-ssergasse 24, 4509 Solothurn bezogen werden.



