Badi-Führung der CVP Grenchen: Eine neue Rutschbahn und ein frisch saniertes Sportbecken
Montag, 28. April 2008
in Grenchen
(Foto: Sabine Waelti)
Bald ist es so weit: Am 10. Mai beginnt die Grenchner Badesaison. Wer dann in die Badi unserer Stadt geht, dem wird auffallen, dass einiges nicht mehr ganz gleich ist wie im letzten Jahr: Es wurden umfangreiche Renovationsarbeiten vorgenommen. Einen Besucherandrang auf die noch die geschlossene Badi gab es aber schon letzte Woche: Die CVP Grenchen lud zu einer Führung ein und es erschienen zahlreiche Interessierte jeden Alters.
Wakkerpreis-Objekt
Stadtbaumeister Claude Barbey sprachüber die Geschichte und die Architektur der Badi: Das von 1953 bis 1956 erbaute Schwimmbad ist nämlich eine jener Bauten, welche den Schweizer Heimatschutz dazu bewogen hatten, Grenchen den Wakkerpreis 2008 zu verleihen.
Die Schwimmbadkommission, welche sich in den 40er-Jahren mit der damals geplanten Badi befasste, musste sich unter anderem auch um Fragen kümmern, welche zur heutigen Zeit nicht mehr ohne weiteres nachvollziehbar sind. So habe zum Beispiel geklärt werden müssen, ob man es verantworten könne, ein Familienbad zu planen oder ob die Anlage nicht doch besser so konzipiert werden solle, dass Männer und Frauen getrennt badeten, berichtete Barbey.
Sprungturm, Pavillon und Co.
Schliesslich entschied man sich doch für das Familienbad. Gebaut wurde die Anlage unter der Leitung des Architekten Beda Hefti. Die Badi sei in vielerlei Hinsicht charakteristisch für die Architektur der 50er Jahre: „Die Funktion stand damals im Vordergrund“, so der Stadbaumeister. Für jene Zeit typische Details seien etwa am Pavillon mit dem Badi-Kiosk zu entdecken: so zum Beispiel dessen sehr schlanke Fenster und Mauern.
Typisch für jene Zeit sei auch der Sprungturm. Vor 2 ½ Jahren kam es im Gemeinderat zu intensiven Diskussionen rund um diesen Turm. Damals spielte man mit dem Gedanken, das Sportbecken so umzugestalten, dass es wettkampftauglich gewesen wäre. Dies hätte aber den Abriss des Turms zur Folge gehabt. „Man war mit der Frage `Wettkampf oder Heimatschutz` konfrontiert“, so Jürg Vifian, Stellvertreter von Claude Barbey und Chef Hochbau der Baudirektion. Man entschied sich für den Sprungturm.
Doch noch ein Becken für regionale Wettkämpfe
Jürg Vifian führte die Besucherinnen und Besucher auf die Baustelle und gab einen Einblick in die Sanierungsarbeiten, welche sich nun im Endspurt befinden. Saniert wurden unter anderem das Wasseraufbereitungssystem und das Sportbecken. Dieses wurde um wenige Zentimeter verlängert und ist daher nun doch zumindest für regionale Wettkämpfe geeignet. „Für nationale und internationale Wettkämpfe erfüllt es die Kriterien aber nicht“, so Vifian.
Rutschbahn – länger als die von Solothurn
In der Badi wurde nicht nur Bestehendes renoviert, es gibt noch eine weitere Neuheit: eine 70 Meter lange, spiralförmige Rutschbahn. „Die ist ein kleines bisschen länger als jene von Solothurn“, sagte Vifian und entlockte damit einigen der Zuhörenden ein Lachen.
Weiteres Projekt: Sanierung Tribüne
Schon in vorangehenden Jahren, seit 1998, waren Teile der Badi saniert worden. Eine weitere Sanierungsetappe ist auf in rund zwei Jahren geplant: Dann soll die Tribüne saniert werden. Nun steht aber erst mal die Badisaison 2008 bevor. Und dass sich viele auf diese freuen, wurde an der Führung der CVP deutlich spürbar.
Eintrittspreise bleiben gleich
Nebst den Informationen vonseiten der Baudirektion gab`s zum Schluss dann doch noch ein bisschen Werbung für die Partei, welche den Anlass organisiert hatte. „Es war geplant, die Preise für die Badieintritte um bis zu 60 Prozent zu erhöhen“, sagte der ehemalige Gemeinderat Theo Heiri, „Dank einem Antrag vonseiten der CVP wurde dieses Vorhaben wieder rückgängig gemacht.“





