Sensibilisierung zeigt Früchte – Verbrauch von Trinkwasser nimmt stetig ab
Montag, 24. März 2008
in Verschiedenes
Themenbild: Paul-Georg Meister
Seit 100 Jahren erhebt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW, im Rahmen einer statistischen Erhebung, alljährlich den Wasserverbrauch in der Schweiz. Nach einem kontinuierlichen Anstieg des Wasserkonsums zeichnete sich Ende der Siebzigerjahre eine deutliche Trendwende ab.
1981 verbrauchten die Haushalte und Industrie noch über 500 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag. Danach sank der Wasserverbrauch stetig und unterschritt 2002 erstmals die Marke von 400 Litern pro Einwohner und Tag. Im Jahre 2006 betrug der Trinkwasserkonsum nur noch 355 Liter; davon macht der Bezug der privaten Haushalte rund 160 Liter pro Einwohner und Tag aus.
Konsequenzen für den Wasserpreis
Der reduzierte Wasserverbrauch hat Auswirkungen auf den Wasserpreis: Wegen der teuren Infrastruktur (Leitungsnetz, Pumpwerke, Reservoire, Aufbereitungs- und Steuerungsanlagen) fallen in einer Wasserversorgung sehr hohe Fixkosten an: Diese können 80 bis 90% der gesamten Betriebskosten ausmachen. Sinkt der Verbrauch, verteilen sich diese Kosten auf eine kleinere Abgabemenge, was zu einem höheren Preis pro Kubikmeter Wasser führt. Längerfristig lässt sich durch das Wassersparen daher nur beschränkt Geld sparen.
Sinnvoll ist dagegen die Begrenzung des Warmwasserverbrauchs, da für die Erwärmung des Wassers viel Energie benötigt wird.
Trotz der aufgezeigten Tendenzen ist das Schweizer Trinkwasser immer noch sehr preiswert: 1000 Liter kosten durchschnittlich CHF 1.70, was umgerechnet dem mittleren Tageskonsum im Haushalt von 30 Rappen pro Person entspricht.





