Leserbrief: Schliessung Notfallstation am Spital Grenchen – Falscher Zeitpunkt
Mittwoch, 13. Februar 2008
in Leserbriefe
(Peter Brotschi, Grenchen) - Man konnte es ja nicht anders erwarten: Selbstverständlich ist die Schliessung der Notaufnahme am Spital Grenchen laut Regierungsrat Peter Gomm gerechtfertigt, wie er in einer Antwort auf einen Brief von Stadtpräsident Boris Banga mitteilt. Aber diese Schliessung am vergangenen 1. Oktober fand definitiv zum falschen Zeitpunkt statt.Der Regierungsrat liefert gleich selber die Begründung, dass es ein falscher Entscheid zum falschen Moment war, indem die Zunahme der Patienten beim Notfall am Bürgerspital „bereits seit einiger Zeit zu beobachten“ gewesen sei. Warum denn diese Eile in Grenchen? Für die Patienten aus dem Raum Solothurn – und selbstverständlich auch für jene aus dem Raum Grenchen – verlängerten sich mit dem Schliessungs-Entscheid die Wartezeiten unnötig und das Personal wurde zusätzlich belastet.
Warum konnte mit der Schliessung in Grenchen nicht zugewartet werden, bis die von Hausärzten betriebene Notfallpraxis am Bürgerspital Solothurn in Betrieb ist? Man kann nun gespannt sein, wie sich die Sache weiter entwickelt, besonders auch angesichts der Euro 08. Mit der Fussballmeisterschaft und der Fan-Meile in Solothurn wird nämlich – leider – sicher noch einiges auf das Bürgerspital zukommen.
Sollte sich die Installation der Hausarzt-Notfallpraxis am Bürgerspital Solothurn verzögern und nicht im Spätherbst dieses Jahres bereit sein (was sich schon bald abzeichnen würde), erwarte ich vom Regierungsrat, dass er auf seinen Schliessungsentscheid in Grenchen zurückkommt – zumindest vorübergehend. Alles andere wäre mangelnde Flexibilität.




Die em steht bevor und ich glaube in dieser zeit wird das BürgerSpital Solothurn wohl keine ruhigen Tage haben.
Sie sind ja jetzt schon überfordert.
ps: an alle die nur ein wewechen haben nicht gleich in die notfallstation springen.sondern zuerst zum Hausarzt!
Eine Aktiengesellschaft!!!
Und eine Aktiengesellschaft muss in erster Linie Gewinn erwirtschaften. Der Mensch kommt, wenn überhaupt, erst an zweiter Stelle.
So gesehen ist die Schliessung der Notfallpforte in Grenchen und die Überlastung in Solothurn nur eine konsequente Geschäftspolitik.
Zuerst der Rubel, dann der Dubel...