Kolumne: Kostümprobleme
Donnerstag, 7. Februar 2008
in Kolumnen
Aber die Fasnacht ist für mich auch immer eine Zeit mit vielen Problemen. Das begann heuer schon an der Chesslete. Als ich am Schmutzigen Donnerstagmorgen mein Chesslerhemmli anziehen wollte, musste ich feststellen, dass es in der letzten Wäsche eingegangen war: Es wollte sich partout nicht mehr über meinen Bauch ziehen lassen.
Das gleiche Problem am Abend. (Wahrscheinlich wäscht meine Frau die Wäsche immer zu heiss.) Alle meine alten Kostüme wollten mir nicht mehr passen. Der schöne „Basler Ueli“ war genauso eingegangen, wie der Clown.
„Geh doch als Walfisch“, meinte mein Kollege Kurt. An sich keine schlechte Idee, doch wo bekommt man auf die Schnelle ein Walfischkostüm her?
Kurt hat gut lachen, seine Frau weiss, wie man die Kostüme richtig pflegen muss, er kann seit Jahren die Gleichen anziehen, während meine von Jahr zu Jahr in der Bauchregion schrumpfen.
Meine Tochter hatte schliesslich die zündende Idee. In Kürze zauberte sie mir als einem alten Gilet und einer verwaschenen Jeans ein Rocker-Outfit. Noch ein Stirnband um den Kopf und darunter mein „Jack-Daniels-T-shirt“ und schon hatte ich ein perfektes Kostüm.
Zweifel kamen mir erst, als mich an der Goschenacht mein Kollege Kurt fragte: „Wie hast du es wieder geschafft, ohne Verkleidung Einlass zu finden…“



