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Fackelumzug, Proklamation und Auszeichnung der schönsten Fasnachtsbeizen und Fasnachts-Schaufenster

Freitag, 1. Februar 2008 in Fasnacht
Mit der Proklamation ging auch die Beizenfasnacht so richtig los. (Bild. Sabine Waelti)
(Sabine Waelti) - Obernarr René Finger hielt in seiner Fasnachtsproklamation Rückschau auf Grenchner Ereignisse im vergangenen Jahr. Erstmals fand die Proklamation nicht mehr auf dem Postplatz, sondern in den Zunftbeizen statt. Zudem zeichnete die Beizen-Jury die schönsten Beizen-Dekorationen und die schönsten Schaufenster aus.

Hier geht's zur Bildergalerie der Grenchner Fasnacht
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Der erste Abend der Grenchner Fasnacht, jener vom Schmutzigen Donnerstag, ist bereits Geschichte. Wie jedes Jahr zogen die Narren mit Fackeln durchs Stadtzentrum.

Anschliessend proklamierte Obernarr René Finger die Fasnacht. Erstmals fand die traditionelle Proklamation nicht mehr auf dem Postplatz statt, sondern in den Zunftbeizen. Für diese Änderung entschied man sich mit dem Ziel, der Beizenfasnacht wieder neues Leben einzuhauchen.

So besuchte der Obernarr auf seiner fasnächtlichen Beizentour folgende Restaurants: Krebs (Luna-Zunft), Bambi (Hilari-Zunft), Britannia-Pub (Faschings-Zunft), Dolce-Vita (Dolce-Vita-Zunft), Helvetia (traditionelle Fasnachtsbeiz) und Route 66 (Frosch-Zunft).

In seiner Ansprache liess Finger einige Ereignisse aus dem vergangenen Jahr in Grenchen Revue passieren. Dies in Versen, welche alle mit dem Grenchner Fasnachtsmotto endeten: “smuessosi“.

Einige dieser Beizen seien gut besucht gewesen und es sei viel fasnächtliche Stimmung aufgekommen, sagt der Obernarr. In anderen Lokalen sei die Proklamation weniger gut angekommen und teilweise seien die Narren sogar angepöbelt worden, bedauert er. Finger, welcher heuer zum letzten Mal als Obernarr amtet, zieht daher aus dem Versuch, die Proklamation in die Beizen zu verlagern, eine negative Bilanz: "Ich empfehle nicht, dies nächstes Mal zu wiederholen."

Doch nun wieder zu erfreulicheren Dingen. Der Obernarr gab am gleichen Abend bekannt, wer den fasnächtlichen Wettkampf um die schönste Beizendekoration gewonnen hat. Die Beizenjury hat sich für folgende Sieger entschieden:

1. Bambi
2. Britannia
3. Krebs

"Durchaus erwähnenswert sind aber auch die Dekorationen der Restaurants Dolce Vita und Helvetia", betont Finger. Nebst den Beizen hat die Jury auch drei Schaufenster prämiert:

1. Team Papeterie
2. Amedeo Coiffure
3. Blackout

Die prämierten Restaurants und Geschäfte werden am Aschermittwoch ein fasnächtliches Diplom erhalten.

Proklamation des Obernarrs im Wortlaut:

Wakkeri Gränchner - wakkeri Narre
wo do versammlet si - in Schare
mir lüte zäme dFasnacht i
und möögge g'meinsam s'muesssosi

Im Städte-Ränking schienbar mies
und plötzlich do - dä Wakkerpriis
de muesch jo würklich super si
das si mir sicher s'muesssosi

Dr Stapi freut dä Wakkerpriis
är seit zum Barbara - ganz liis
dä Priis - dä cha kei Zuefau si
Gränche super - s'muesssosi

Das isch e Troscht für d’Nationaurotswahle
won är het g'landet - miesi Zahle
är cha jetz leider - nie meh z'Bärn si
das isch haut Schicksau -s'muesssosi

Au Müller, Brotschi müesse chlage
hei sich au nid grad - wakker g’schlage
s’isch jo nur - es chlieses Träumli gsi
jetz isch's verby und - s'muesssosi

Dr Barbey seit, är täti meine
dä Wakkerpriis - dä sig für d'Bsetzisteine
wo n'är bout i d’Inseli dry
är söu dra glaube - s'muesssosi

D’Schuele schlöh sich au ganz wakker
doch isch do plötzlich - das Gegacker
vom Schuelwäg und vom Schuel-Verwauter
chuum isch är do - scho wieder hauter
s'ab - und s'isch verby
E Neui chunnt - s'muesssosi

So vüu G’stürm Johr y Johr us
liebi Narre, - dasch e Gruus
so chas jo würklich nümme sy
jetz chöme mir -s'muesssosi
Närrinne, Narre, d’Fasnacht isch do
s’wird wakker kesslet, g'lacht und so
jede und jedi isch dr by
liebi Narre - s'muesssosi


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