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Korpsrapport der Stadtpolizei Grenchen: Sicherheit ist nach wie vor sehr hoch, dank konsequenter Polizeiarbeit

Freitag, 18. Januar 2008 in Grenchen
Robert Gerber, Kdt. Stadtpolizei Grenchen. (Foto. Paul-Georg Meister)
(Paul-Georg Meister) - Die Sicherheit der Bevölkerung steht für die Grenchner Stadtpolizei nach wie vor im Zentrum ihrer Arbeit. Dies betonte Kommandant Robert Gerber am traditionellen Korpsrapport der Polizei.
Über Mangel an Arbeit kann sich die Grenchner Stadtpolizei nicht beklagen. Allein im vergangenen Jahr leistete die Polizei insgesamt über 1000 Nachtdienste, wobei ein Nachtdienst rund 16 Arbeitsstunden umfasst. „Wir tun dies für die Sicherheit der Grenchner Bevölkerung“, unterstrich Kommandant Robert Gerber, „und die Sicherheitslage ist in unserer Stadt nach wie vor sehr gut“.

Viel zur Verbesserung der „subjektiven Sicherheit“ hat nach Ansicht Gerbers auch der neue Wegweisungsartikel gebracht, welcher der Polizei erlaubt, Personen von einem Platz oder einem Ort wegzuweisen, wenn sie die öffentliche Ordnung stören.

Die konsequente Durchsetzung dieser Möglichkeit habe zu einer Beruhigung bei der „Alki-Szene“ auf dem Grenchner Marktplatz geführt, stellte Gerber fest, gab aber zu bedenken, „wir müssen schauen, wie es sich in wärmeren Tagen wieder entwickelt.“ Allerdings werde die Stadtpolizei weiterhin diese neue Möglichkeit kompromisslos durchsetzen.

Schatten der Euro ´08

Allgemein rechnet die Stadtpolizei Grenchen während der Euro ´08 mit einer massiv höheren Präsenz. Aus diesem Grund wurde für diesen Zeitraum nicht nur eine Feriensperre für die Korpsmitglieder verfügt, es werden auch zwei pensionierte Polizisten (Roland Epple und Kurt Zimmermann) temporär zur Unterstützung des Korps eingesetzt werden.

Mitglieder der Stadtpolizei Grenchen werden im Rahmen der geschlossenen Vereinbarungen auch andere Polizeikorps unterstützen, immerhin werden bei risikoreichen Spielen jeweils bis zu 900 Polizist/innen für die Sicherheit in und um die Stadien verantwortlich sein.

Dank der Stadt Grenchen

Den Dank der Stadt Grenchen schliesslich überbrachte Stadtpräsident Boris Banga den anwesenden Korpsmitgliedern und der städtischen Ambulanz- und Rettungsdienst. „Wenn jeder dritte Arbeitstag als Dienst in der Nacht oder zumindest in die Nacht hinein geleistet wird, verdient dies Anerkennung,“ sagte Banga in seiner Rede.

Die Arbeit der Polizei sei immer eine Gratwanderung, unterstrich der Stadtpräsident. „Die Polizei ist der Prügelknabe zwischen den Fronten: auf der einen Seite die lieben Wohlstands-Wunderkinder als Demonstranten und Wochenend-Säufer, auf der andern Seite solche Amnesty International-Schreibtischtäter, welche vorgeben, es stehe mit der Polizei schlimmer als in einer Bananenrepublik“. Genau das Gegenteil sei der Fall, betonte Banga: „Fast täglich werden Polizistinnen und Polizisten im Dienst verletzt und halten den Kopf hin, wenn andere schon längst wieder auf ihren Bürosesseln in Deckung gegangen sind.“

Gemäss Boris Banga sei es deshalb auch wichtig, dass die Polizei über genügend Ressourden verfüge, damit sie ihrer Aufgabe gerecht werden können. „diesem Grundsatz haben die politischen Behörden unserer Stadt in den letzten Jahren nachgelebt. Sowohl das Polizeikorps als auch die Ambulanz- und Rettungsdienste wurden mit den notwendigen personellen, finanziellen und auch materiellen Mitteln versehen“, sagte Banga.

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