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Kulturpreis 2008: Auszeichnung geht an den Magier Orsani – ein Grenchner Original mit internationaler Ausstrahlung

Montag, 14. Januar 2008 in Kultur
Magier Orsani (links) nimmt den Kulturpreis aus den Händen von Stadtpräsident Boris Banga entgegen. (Foto: pgm)
(Paul-Georg Meister) – Der Grenchner Kulturpreis 2008 geht an den weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannten Grenchner Magier Urs Saner (alias Orsani). An einer würdigen Feier im Grenchner Parktheater mit vielen musikalischen und magischen Höhepunkten wurde der Preis übergeben.
Kunst habe heute viel mehr Erwartungen zu erfüllen als in früheren Zeiten meinte die präsidentin der Grenchner Kulturkommission Rosmarie Chatelain in ihrer Begrüssung zur offiziellen Feier. Kunst habe heute vielfach ihren formalen Mythos verloren. „Kunst darf alles tun und tut alles – auch auf die Gefahr hin, das sie dadurch beliebig und austauschbar wird, unterstrich Chatelain.

Doch gerade dies trifft sicher nicht auf den Kulturpreistäger 2008, auf den Grenchner Magier Orsani, zu. Im Gegenteil: Zusammen mit seiner Bühnenpartnerin und Ehefrau Martina gastierte er auf vielen wichtigen Bühnen der ganzen Welt und seine Shows wurde mehrfach mit nationalen und internationalen Preise ausgezeichnet. So wurde das Paar beispielsweise mit ihrer unübertrefflichen (und bis heute nicht kopierten) Westernshow, in welcher Orsani unter anderem auf seine Ehefrau Martina schoss, in der Sparte Grossillusionen „Europameister der Magie“.

Diesen Umstand würdigte auf der Grenchner Stadtpräsident Boris Banga (nachdem er es kurz auf der Bühne hatte schneien lassen) in seiner Laudatio: „Wir ehren mit Orsani eine Persönlichkeit, die uns seit Jahrzehnten immer wieder vor Rätsel stellt, verblüfft, unterhält und zum Lachen bringt.“ Es sei gut und richtig, dass man als Zuschauer nicht alle Kunststücke des Magiers nachvollziehen könne, sinnierte Banga weiter, „nicht alles müssen wir verstehen. Gerade dieses oftmals verlernte Staunen bringt uns der Zauberkünstler wieder zurück. Deshalb hat ein Zauberkünstler den Kulturpreis verdient.“

Natürlich kam Banga auch auf die nationalen und internationalen Erfolge von Orsani und Martina zu sprechen. Daneben seien die beiden seien auch in Grenchen immer kulturell aktiv gewesen, betonte Banga: „Viele von uns erinnern sich noch gerne an die grossen Zaubershows, die Orsani und Martina in Grenchen initiiert haben“, erinnerte sich Banga und würdigte die weiteren Verdienste, wie etwa das kulturelle Engagement in verschiedenen Vereinen und an der Grenchner Fasnacht.

Orsani selber zeigt sich von der Auszeichnung geehrt. Er dankte allen, die ihm auf diesem Weg in den vergangenen Jahren unterstützt haben, allen voran seine Ehefrau Martina und natürlich konnte er es auch nicht lassen, kurz mit einigen Tricks zu verblüffen. So klaute er kurzerhand beim Händeschütteln einige Armbanduhren und verwandelte den weissen Schnee, den Banga vorher regnen liess, im Handumdrehen in rote Konfettis.

Umrahmt wurde der Anlass vom Duo „les papillons“, die mit einem musikalischen Feuerwerk das anwesende Publikum verzauberte und begeisterte. Giovanni Reber (Violine) und Michael Giertz (Piano) kombinierten Klassik, Chansons, Po, Jazz, Schlager und Schnulzen zu einem atemberaubenden und mitreissenden musikalischen Potpurri, das zu Recht mit viel Applaus belohnt wurde.

Den Schluss der offiziellen Feier bildeten die Basler Clique „alti Glaibasler“, der auch der neue Grenchner Kulturpreisträger Orsani angehört.

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