“Aera Aegerter”geht im Tropical Grenchen zu Ende: Neue Herausforderung - etwa in der Gemeindepolitik?
Sonntag, 30. Dezember 2007
in Grenchen
Per Ende Jahr tritt Dieter Aegerter als Geschäftsführer des “Tropical” zurück. Er sucht sich eine neue Herausforderung. (Foto: Paul-Georg Meister)
“Ich gehe mit dem sprichwörtlich lachenden und weinenden Auge”, erklärt Dieter Aegerter, “doch vierzehn Jahre praktisch ununterbrochene Arbeit sind genug.” Und so will er in den kommenden Monaten mal kürzer treten, Urlaub machen und eine neue Herausforderung suchen. Dennoch, Aegerter erinnert sich gerne an seine Zeit im Erotikbusiness in Grenchen. 1993 machte er das Cadran in Grenchen zu einem Nachtclub, 1995 folgte die Table Dance Bar Caesar und kurz darauf schliesslich die Sauna und der Freizeitclub “Tropical”.
Und dessen Geschichte ist eigentlich schon eine Erfolgsstory. Der Club ist heute nämlich in der ganzen Schweiz bekannt, dies nicht zuletzt dank eines konsequenten Marketing- und Werbekonzeptes. So sponserte Aegerter zum Beispiel verschiedene Sportvereine, half den FC Grenchen vor dem Abstieg in die 5. Liga zu bewahren und war auch immer auf dem Regionalfernsehsender “Telebaern” mit Werbung präsent. Im vergangenen Jahr veranstaltete er sogar einen “Tag der offenen Tür”, an welchem jedermann (und -frau) die vielfältigen Einrichtungen im Tropi von innen besichtigen konnte.
“Meine Devise lautete immer volle Transparenz und niemals ausserhalb der Legalität”, gibt Aegerter zu Protokoll. Und die Zahlen geben ihm recht. Zwar will Aegerter nicht über Geld und Umsätze sprechen, doch die Tatsache, dass im letzten Jahr im “Tropi” rund 34’000 Kondome abgegeben wurden, sprechen eigentlich für sich.
Und wie geht es nun weiter? Der gelernte Gastronom Aegerter hat noch keine konkreten Pläne. “Ich werde sicher weiterhin in Grenchen wohnen”, sagt er, “hier gefällt es mir sehr gut.” Und sicher werde er sich noch nicht zur Ruhe setzen, sondern eine neue Herausforderung suchen - beispielsweise in der Hotellerie. Und noch eines würde Dieter Aegerter reizen: “Ich kenne so viele Leute in Grenchen und ich kenne auch ihre Probleme und Sorgen. Den Einstieg in die Kommunalpolitik könnte ich mir deshalb sehr gut vorstellen ...”



