Tag der Freiwilligenarbeit: Sozialpreis der Stadt Grenchen für Gertrud Christen
Dienstag, 11. Dezember 2007
in Grenchen
Stadtpräsident Boris Banga übereicht Gertrud Christen den Sozialpreis der Stadt Grenchen. (Foto: Kaspar Haupt)
Für mich ist es eine grosse Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen. Selten stimmt die äussere objektive Wahrnehmung so gut mit meiner inneren Überzeugung überein. Gertrud Christen ist zweifelsohne eine sozial engagierte Frau, die sich für die Schwächeren unserer Gesellschaft einsetzt. Sie hat ihr soziales Engagement stets vor das politische gestellt. Es ist Zeit, dass diese Verdienste ins rechte Licht gestellt werden.
Diese Überraschung stellte sogar den Vortrag von Ida Waldner, Pro Senectute, etwas in den Hintergrund. Sie stellte das Projekt "Sanaprofil - das Gesundheits-Profil-Verfahren im Kanton Solothurn“ vor. Sanaprofil richtet sich an Menschen ab 65 Jahren, welche zu Hause leben und nicht akut schwer erkrankt sind. Auf der Grundlage eines Fragebogens wird mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms ein persönlicher Gesundheitsbericht erstellt. Sanaprofil Solothurn ist ein vom Kanton Solothurn finanziertes und von Pro Senectute Solothurn umgesetztes Programm zur Förderung der Gesundheit und der Unabhängigkeit im Alter.
Den Stadtpräsidenten Boris Banga freute es besonders, dass man sich nach einem dreijährigen Unterbruch wieder zum Apéro anlässlich des internationalen Tages der Freiwilligen traf. "Ihnen zu danken, dass ist die wichtigste und schönste Aufgabe, die ich heute Abend habe. Ohne ihren Einsatz über hunderte von Tagen in den verschiedensten bereichen würde unsere Stadt nicht funktionieren" sagte der Stadtpräsident. "Freiwilligenarbeit wird bei uns an vielen Orten geleistet. Die vielfältigen Aktivitäten der Kirchen seien erwähnt und als weiterer Schwerpunkt sei auch die Freiwilligenarbeit im Bereich der Altersarbeit in verschiedensten Formen und Institutionen genannt. Freiwilligenarbeit wird aber auch im Stillen, ohne Aufhebens einfach und selbstverständlich geleistet.“
Freiwilligenarbeit dürfe aber nicht als vermeintliche kostengünstigere Alternative für in Finanznot geratenes Gemeinwesen missbraucht werden, so Banga: „Doch Staat und die Gemeinden können nicht alle sozialen Aufgaben leisten. Da die Ansprüche an den Sozialstaat ständig wachsen, wird auch das Bedürfnis nach freiwillig geleisteter Arbeit zunehmen. Gleichzeitig wird auch eine tendenzielle Abnahme der Bereitschaft festgestellt, solche zu leisten. Wenn wir heute von Tagesstrukturen und Tagesschulen sprechen, glaubt niemand im Ernst daran, dass das alles mit Profis geleistet werden kann. Hier wird sich ein weites Feld von Freiwilligenarbeit auftun. Mit einem möglichst optimalen Nebeneinander von Profis und Freiwilligen werden wir die Herausforderung bewältigen können."



