Tag der offenen Tür im Stadtarchiv - Es gab viel Interessantes zu entdecken
Dienstag, 20. November 2007
in Grenchen
Einblick ins Stadtarchiv: Salome Moser erklärt einem Besucher ein altes Dokument. (Foto: Parzival Meister)
Im Keller des Schulhauses II an der Bielstrasse in Grenchen lagert fein säuberlich geordnete Geschichte – die Geschichte von Grenchen, seinen Einwohnern, den Vereinen, dem Gewerbe, seinen Berühmtheiten von vielem mehr. Das Stöbern im Stadtarchiv erweist sich als äusserst interessant. Zu entdecken gibt es jedenfalls vieles. „Am beliebtesten sind alte Fotografien und Grenchner Literatur“, weiss Stadtarchivarin Salome Moser zu berichten. Am Samstag führte sie über dreissig interessierte Personen durch die Archive. Anlass dazu gab der Tag der offenen Tür, welcher im Rahmen des Schweizerischen Archivtages in Grenchen nun bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde.
Im Hauptarchiv werden Unterlagen der Stadtverwaltung gelagert, die nicht mehr laufend gebraucht werden, jedoch von Gesetzes wegen aufbewahrt werden müssen oder einen historischen Wert aufweisen. Das historische Archiv besteht aus verschiedenen Schriften und beinhaltet auch handschriftliche Dokumente, die bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Ebenfalls verschiedene Sammlungen haben im Stadtarchiv einen Platz gefunden. Darin befinden sich zum Beispiel Nachlässe bekannter Familien aus Grenchen. Man findet unter anderem aber auch Dokumentationen zur Uhrenindustrie, zu Vereinen, Gewerbe, Giuseppe Mazzini oder kirchlichen Beständen. Für Salome Moser ist klar: „Dies gewährt uns einen guten Einblick in vergangene Zeiten.“ Das Stadtarchiv führt zudem eine Bibliothek mit Literatur aus und über Grenchen.
Seit 40 Jahren gibt es in Grenchen nun einen Stadtarchivar, das Stadtarchiv von heute wurde jedoch erst vor 10 Jahren eröffnet. Es dient aber nicht nur der städtischen Archivierung, sondern auch der Bevölkerung, die gerne einmal in der Geschichte Grenchens stöbern möchte. Denn das Stadtarchiv ist öffentlich zugänglich. Es kann Montag und Dienstag ganztags nach telefonischer Voranmeldung (032 653 31 09) besucht werden. Der Tag der offenen Tür war also insofern nichts Besonderes, hat aber viele erst auf das Angebot aufmerksam gemacht. „Ich habe einige neue Gesichter gesehen“, sagt Stadtarchivarin Salome Moser, die froh über diesen Kontakt zur Bevölkerung ist und von einem Besucher auch gleich die Zusage erhielt, ihr Dokumente zu überlassen, die sie gerne ins Stadtarchiv aufnimmt.



