Uhrencup am Scheideweg: Sascha Ruefer wünscht sich ein grösseres Engagement der Stadt Grenchen
Donnerstag, 27. September 2007
in Grenchen
Wird es solche Bilder vom Uhrencup auch in Zukunft geben? (Foto: Parzival Meister)
Rund 4.5 Millionen Menschen haben die Spiele des Grenchner Uhrencups weltweit am Fernsehen mitverfolgt und auch im Stadion Brüh konnten neue Zuschauerrekorde aufgestellt werden. Zu verdanken ist dies den attraktiven Klubs, die Sascha Ruefer, Uhrencuporganisator, mit seiner Uhrencup GmbH nach Grenchen locken konnte. Wie gross das Medieninteresse mittlerweile ist, zeigt sich auch an der Tatsache, dass sich noch vor wenigen Jahren zwei (2!) Medien für den Uhrencup akkreditieren liessen – in diesem Jahr waren es rund 100.
Doch der Erfolg hat auch seine andere Seite. An einer Orientierung im Grenchner Parktheater legte Ruefer Zahlen vor. So wuchs beispielsweise das Budget in den letzten fünf Jahren von 25'000 Franken auf aktuell 690'000 Franken. Vergrössert werden musste aber auch die Infrastruktur rund um den Uhrencup, und auch dies schlägt sich finanzielle sehr stark zu Buche.
Der Uhrencup, so gab Sascha Ruefer zu verstehen, steht deshalb an einem Scheideweg. Nur wenn sich die Stadt stärker finanziell engagiere könne in dieser Art und Weise fortgefahren werden, ansonsten müsste der Uhrencup wieder redimensioniert werden. Eine solcher Rückschritt, auch das machte Ruefer klar, müsste aber ohne ihn erfolgen.
Konkrete Forderungen an die Stadt stellen die Organisatoren indessen nicht. Man sei noch in Verhandlungen, war zu erfahren. Für Ruefer aber ist klar: Stichtag ist der 1. Dezember 2007. Wenn bis dahin kein klares Bekenntnis der Stadt Grenchen zum Uhrencup vorliegt, wird 2008 wohl der letzte Uhrencup mit grossen europäischen Mannschaften stattfinden. Für 2008 liegt nämlich bereits die Zusage des FC Liverpool vor. Danach aber dürfte – bei einem negativen Entscheid der Stadt Grenchen – der Uhrencup wieder zu einem lustigen regionalen Anlass zurückgestuft werden (müssen).






Es ist ein ziemlicher Mist den du schreibst und zudem unfair, wenn man bedenkt dass über die letzten Jahre kaum Gewinn erwirtschaftet wurde.