Wohnheim Schmelzi: Neubau feierlich eingeweiht
Mittwoch, 26. September 2007
in Vereine
(Sabine Waelti) Der Erweiterungsbau des Wohnheims Schmelzi in Grenchen ist nun offiziell eingeweiht. Vergangenes Wochenende feierte die soziale Einrichtung dies gleich zweimal: mit einer Feier für geladene Gäste und einem Tag der offenen Tür. Feierlich enthüllten Heimleiter Guido Studer und Daniel Trummer, Grenchner Gemeinderat und Sozialarbeiter im „Schmelzi“, das Mosaikbild, welches der Grenchner Künstler Sauro Zumstein an der Südfassade des Hauptgebäudes gestaltet hat (siehe Foto).
Im Zentrum der Feier stand aber nicht das Hauptgebäude, sondern der neue Erweiterungsbau, welcher durch einen gläsernen Pavillon mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Stadtpräsident Boris Banga erinnerte sich bei seiner Ansprache zurück an die Anfänge der Institution, bei der er damals selbst Vorstandspräsident war. Das Heim eröffnete Anfang 1996 seinen Betrieb - mit einer Bewohnerin. Mittlerweile werden insgesamt 116 Personen durch das Heim betreut – intern und in Aussenwohnungen.
Das Wohnheim Schmelzi habe Aufgaben übernommen, um die sich andere nicht unbedingt gerissen hätten, so Banga: „Die psychisch behinderten Menschen sind buchstäblich keine Vorzeigebehinderten.“ Das Lobbyieren für sie sei oft schwierig. Im Wohnheim sei in den letzten Jahren eine einzigartig ausgeprägte Schmelzi-Kultur entstanden, so der Stadtpräsident. Als Warnung an Gesetzgebende fügte er an: „Übertriebene Reglementierungen und Vorgaben können das bisher Erreichte gefährden.“
Landammann Peter Gomm brachte den neuen Finanzausgleich zur Sprache. Die Solothurner Regierung habe im Vorfeld der Abstimmung versprochen, dass sie die finanziellen Leistungen des Bundes ungeschmälert weitergeben werde: „Daran wird sich auch die Regierung in neuer Zusammensetzung halten.“ Die Neuorganisation erfolge natürlich haushaltgerecht, aber nicht in der Absicht „Batzen zu klemmen.“
Einen Tag nach der offiziellen Einweihung des neuen Schmelzi-Gebäudes lud das Heim zum „Tag der offenen Tür“. „So viele Leute kamen noch nie an eines unserer Feste“, freut sich Heimleiter Guido Studer. Die Gäste hätten grosses Interesse an der Institution gezeigt. „So konnten wir auch einige Missverständnisse klären, was unsere Tätigkeit anbelangt“, sagt Studer. Mit dabei am Fest waren auch die Veteranen des FC Grenchen, die Band „Checkpoint“ und das Netzwerk Grenchen mit einem Stand. Zudem verkaufte das Wohnheim Taschen zugunsten der Aktion „Denk an mich“, welche regelmässig Schmelzi-Ferienlager unterstützt.





