101. Generalversammlung des FC Grenchen: Abschied von Präsident Thomas Vogt
Freitag, 7. September 2007
in Sport
Die neue FCG-Geschäftsleitung v.l.n.r: Werner Kaiser, Reto Andres und Jorge Tomas. (Foto: zvg)
In seinem Jahresbericht fand Thomas Vogt für das sportliche Abschneiden der 1. Mannschaft keine lobenden Worte. Aus seiner Sicht bot das Erstligateam eine inakzeptable, charakter- und emotionslose Leistung, welche beinahe mit dem Abstieg gipfelte. Fast erleichtert konstatierte er, dass diese Spieler jetzt nicht mehr dabei sind. "Wir haben nun eine ganz andere Mannschaft, welche unser Vertrauen verdient hat. Für die Zukunft wünsche ich Trainer Baumann und seinem Team viel Durchhaltewillen und Erfolg." Ein weiterer Tiefschlag war für Vogt die Auflösung der 2. Mannschaft. Hauptsächlich war für Vogt die vergangene Saison trotz allem von positiven Events geprägt. Die Festlichkeiten zum Jubiläum 100-Jahre FCG, das Juniorentrainingslager und das Benefizspiel gegen Thun. Am meisten freute Vogt aber der Erfolg der Junioren. Deshalb richtete er ein grosses Dankeschön an den Präsidenten von RegioGrenchen, Beat Lauper. Einen gewaltigen und unvergesslichen Eindruck hinterliess der Uhrencup, welcher mit dem Freundschaftsspiel Liverpool gegen Bremen noch getoppt wurde. "Als die Welle durchs Stadion ging, hatte ich Hühnerhaut." Vogt's Worte wurden durch eine Tonbildschau von Maria Tomas, mit den Highlights der letzten Saison, eindrücklich vervollständigt.
"Ich möchte mich in nachhinein bei den Sponsoren und Fans für die schlechte Leistung entschuldigen" beteuerte Trainer Kurt Baumann in seinem Jahresbericht. Nach dem Misserfolg der letzten Saison, habe er zuerst sich selber einer Analyse unterzogen. Mit neuen Spielern, welche Ehrgeiz, Leidenschaft und ein Herz am richtigen Ort haben, will er nun die Grundlagen für den sportlichen Erfolg schaffen. Der Uhrencup habe es bewiesen. Die Fussballemotionen schlummern in Grenchen. "Wir müssen jetzt den Weg finden, diese zu wecken. Die Leistungen auf dem grünen Rasen müssen stimmen, denn wir wollen dem Umfeld für die gute Unterstützung etwas zurückgeben können und den Junioren ein tolles Vorbild sein" schloss er sein Referat.
Im Nachwuchsbereich könne sich der FCG nicht über Nachschub beklagen, äusserte sich Juniorenobmann Jorge Tomas. Der Kinderfussball platze aus allen Nähten. Dies gipfelte im KiFu-Trainingslager, welches kürzlich mit 52 Kids durchgeführt wurde. "Ein Drittel davon waren aus Nachbarsvereinen" freute sich Tomas. Erstmals spielten alle Junioren, von A bis D, in der Coca-Cola Junior League. Der Cupsieg der B-Junioren unter Antonio Amodio und der verlustpunktlose Meistertitel der C-Junioren von Aldo Meister, waren die Höhepunkte. Die Meister-Junioren wurden anlässlich des letzten Heimspiels für ihre Leistungen geehrt und mit einem Nachtessen beschert.
Die Jahresrechnung schloss mit einem Defizit von 18'000 Franken ab. Einnahmen von 386'000 Franken standen Auslagen von 404'000 Franken gegenüber. Für die kommende Saison wurde ein minimaler Gewinn von 1'000 Franken budgetiert und für die total 379 FCG-Mitglieder bleiben die Beiträge im kommenden Jahr gleich. Mit grosser Freude konnte Vogt den 76 Anwesenden einen neuen Co-Sponsor präsentieren. Die Firma Mahle habe mit ihrem Engagement ein Bekenntnis zum Standort Grenchen gemacht und wird neu auf dem Dress erscheinen. In einer kurzen Laudatio würdigte Jorge Tomas anschliessend den zurückgetretenen Präsidenten. Ergänzt wurde seine Ansprache durch eine kurze Rede des Präsidenten der 1. Liga, Kurt Zuppinger. Er zeichnete Vogt als bedeutenden Mitarbeiter im Strategieboard der Amateurliga aus. Weiter gab Zuppinger unmissverständlich zu verstehen, dass Vogt's Arbeit sehr geschätzt wurde und er im Komittee der 1. Liga weiterhin gern gesehen wäre.
Einstimmig wurden die drei Inhaber der Uhrencup GmbH, Sascha Ruefer, Urs Siegenthaler und Roger Rossier zu Ehrenmitgliedern ernannt. Letzterer lud alle Interessierten zu einer Infoveranstaltung ins Parktheater ein. Anlässlich dieser Veranstaltung vom 26. September sollen all die offenen Fragen rund um das Traditionsturnier geklärt und der Öffentlichkeit kundgetan werden.





