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„Herzsichere Stadt Grenchen“: Erster Defibrillator auf dem Marktplatz installiert

Mittwoch, 5. September 2007 in Grenchen
Montage des Defibrillationsgerätes auf dem Grenchner Marktplatz. (Sabine Waelti)
(Sabine Waelti) - Auf dem Grenchner Marktplatz ist seit heute Morgen ein Defibrillator zu finden. Weitere Geräte sollen bis Ende Monat in Grenchen installiert werden.
Die Stadt Grenchen soll „herzsicher“ werden.Dies hatte die Gemeinderatskommission letztes Jahr auf Anregung von Stadtpräsident Boris Banga beschlossen. (Wir berichteten darüber). Nun hat die Stadt zehn Defibrillationsgeräte im Wert von je 4500 Franken angeschafft. Das erste dieser Geräte ist seit heute Morgen auf dem Marktplatz an einem Pfeiler unter dem Stadtdach zu finden.

Wenn das Herz eines Menschen plötzlich versagt, zählt jede Sekunde. Mit jeder Minute, die nach einem Kreislaufstillstand vergeht, sinkt die Überlebenschance der betroffenen Person um sieben bis zehn Prozent. Wird innerhalb der ersten Minuten ein Defibrillator angewendet, ist die Chance hoch, dass der Patient oder die Patientin davonkommt. Ein Defibrillator bringt via Elekroschock die Herzmuskelzellen und den Kreislauf wieder in Schwung.

Die Handhabung von Defibrillatoren sei sehr einfach, erklärte Andrea Crivelli vom Rettungsdienst Grenchen. Zusammen mit ihrem Kollegen Reinhard Grichting installierte sie heute Morgen das Gerät auf dem Marktplatz. „Falsch machen kann man bei der Handhabung nichts“, so Crivelli, „Dennoch ist es sinnvoll, dass man sich Kenntnisse dazu aneignet“. Der Defibrillator führt mit Worten durch die Reanimation und informiert auch, wenn kein Elektroschock abgegeben muss. „Verletzen kann man damit also niemand“, betont Crivelli. Entnimmt man übrigens den Defibrillator von seiner Box, wird automatisch ein Alarm ausgelöst, der an den Rettungsdienst weiter geleitet wird.


„Nicht nur ältere Menschen können plötzlich einen Herzstillstand erleiden“ sagt Boris Banga. Auch bei Stromunfällen oder bei Badeunfällen könne es dazu kommen. Deshalb wird einer der weiteren Defibrillatoren beim Schwimmbad installiert werden.

Weitere Geräte werden an folgenden Orten stehen: Parktheater, Hotel de Ville, Sicherheitsgebäude, Busbahnhof, Feuerwehrmagazin, Untergrenchenberg und Kapelle Staad. Zusätzlich hat die Stadt ein Reservegerät gekauft. Bis Ende September will der Rettungsdienst alle Geräte installieren. Zudem bildet er rund 300 Personen rund um die Standorte – etwa in angrenzenden Geschäften – in der Handhabung aus.

Kommentare
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Das finde ich nun eine wirklich gute Idee. Sollte damit nur ein einziges Menschenleben gerettet werden, hat sich die Aktion bereits gelohnt.
Ich hoffe, dass Grenchen hier eine Vorbildfunktion übernehmen kann und weitere Schweizer Städte folgen werden.
#1 H. Kunz am 05.09.2007 16:58 (Antwort)
Ob die Leute in einem Notfall wissen wie man mit den Geräten umgehen muss sehen wir dann. Aber sicher ist es eine gute Idee wo man den Menschen helfen kann wenn man es einmal brauchen muss. Ich glaube auch das es wichtig ist wenn man nur einem einzigen Menschen helfen kann.
#2 Anonym am 05.09.2007 18:18 (Antwort)
Kann man nur hoffen das er nicht schon bald "Nachtbuben" zum Opfer fällt, wie so manches in Grenchen..
#3 mark am 05.09.2007 21:03 (Antwort)

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