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Tunnelunglück: Rebgasse bleibt mindestens zwei Wochen für Busse und Lastwagen gesperrt

Dienstag, 4. September 2007 in Grenchen
Die Einbruchstelle an der Rebgasse. (Foto: Sabine Waelti)
(Paul-Georg Meister/Stadtkanzei Grenchen) - Der Erdrutsch, der sich bei Sprengarbeiten im Grenchenbergtunnel ereignete, (www.grenchen.net berichtete darüber) hat auch Auswirkungen auf die Stadt Grenchen. Im Bereich der Rebgasse wurde eine Bodensenkung entdeckt, die auf dieses Unglück zurückzuführen ist.
Am Sonntag haben Mitarbeiter der Städtischen Werke Grenchen nördlich der Rebgasse auf einer Fläche von ca. 5m2 unerwartet Bodensetzungen um 2 Meter festgestellt; schätzungsweise 10 m3 Hohlräume wurden mit Material gefüllt.

Wie die Stadtkanzlei Grenchen mitteilt, müsse aufgrund der Geometrie der Setzung damit gerechnet werden, dass sich der Hohlraum bis unter die Rebgasse erstreckt. Die Strasse und die darin verlegten Leitungen blieben bisher ohne sichtbare Leckstellen, sie werden jedoch weiterhin beobachtet. Die Leitungen müssen wahrscheinlich aber ausgepackt und neu verlegt werden.

Diese Nacht werden im Tunnel weitere Stabilisierungsarbeiten erfolgen. Von den Betoninjektionen erhofft man sich auch weiteren Aufschluss über die Situation im Untergrund. Ausserdem sind für Dienstag und Mittwoch endoskopische Bodenuntersuchungen geplant (bohren von Stangen mit kleiner Kamera in den Strassenkörper zwecks Kontrolle der noch vorhandenen Hohlräume).

Die bis heute ausgeführten Vorinjektionen und Sicherungsarbeiten im Tunnel sind nach einer Meldung der Stadtkanzlei Grenchen erfolgreich verlaufen und die Situation im Tunnel ist stabil. Die Injektionen resp. das Verfüllen der noch vorhandenen Hohlstellen werden laufend weitergeführt, müssen aber sorgfältig und in Etappen ausgeführt werden. Dies benötigt Zeit, da die Arbeiten nur nachts während der Zugspause, ca 5 Stunden, ausgeführt werden können. Es wird geschätzt, dass diese Arbeiten im Verlaufe nächsten Woche beendet sein werden.

In der Rebgasse werden die Setzungen und der Zustand der Werkleitungen täglich geprüft und die vorzukehrenden Arbeiten vorbereitet. Erst nach Beendigung der Arbeiten im Tunnel, können dann auch die Hohlräume in der Rebgasse ausgeführt werden und allenfalls notwendige Reparaturarbeiten an Strasse und Werkleitungen ausgeführt werden.

Die Rebgasse bleibt, von heute an gerechnet, mindestens noch zweieinhalb Wochen für LKW und Bus gesperrt.


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