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Hochwasser im Kanton Solothurn: gegen 1000 Einsatzkräfte im Einsatz

Donnerstag, 9. August 2007 in Polizeimeldungen
Olten versinkt im Hochwasser. (Foto: Polizei Kanton Solothurn)
(Polizei Kanton Solothurn) - Grosseinsatz in den Hochwassergebieten im Kanton Solothurn: Gegen 1000 Leute kämpfen seit Mittwochabend gegen die Wassermassen. Die Situation an der Emme hat sich in den vergangenen drei Stunden leicht entspannt; der Pegelstand der Aare bei Olten bleibt aber weiterhin sehr angespannt und kritisch. Die Feuerwehren haben mit den Aufräum- und Reinigungsarbeiten begonnen. Im Schwarzbubenland ist Beinwil wegen Erdrutschen nicht über den Landweg erreichbar.


Bilder vom Hochwasser
Auf der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn gingen mehrere hundert Notrufe ein. Während der ganzen Nacht standen in den vom Hochwasser heimgesuchten Gebieten – namentlich Wasseramt, Region Olten und Niederamt – rund 800 Angehörige von zahlreichen Feuerwehren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von 120 Leuten des kantonalen Zivilschutz sowie mehreren Dutzend Angehörigen von Kantons- und Stadtpolizei plus Unterhaltsdienst und weiterer Dienste.

Bis am frühen Donnerstagmorgen mussten in Olten, Däniken und Wöschnau insgesamt 16 Personen aus ihren gefährdeten Liegenschaften evakuiert werden. Glücklicherweise sind bis jetzt keine Verletzten zu beklagen.

Die Durchfahrt Olten – Unterführungsstrasse, Aarauerstrasse, Sälistrasse – ist gesperrt. Zudem sind die alte Holzbrücke und die Gäubahnbrücke für Fussgänger gesperrt.

Im Schwarzbubenland sind hauptsächlich die Regionen Dornach und das Passwangebiet betroffen. Das massive Hochwasser und die nach wie vor anhaltend starken Regenfälle haben zu örtlichen kleineren Hangrutschen geführt was wiederum zu Sperrungen von verschiedenen Strasse geführt hat.
(Uebersicht Sperrungen: siehe Anhang)

Ein paar Zahlen:
Hilfeleistungen durch Polizei 11
Wassereinbrüche 374
Berg-, resp Erdrutsche 9
Feuerwehren im Einsatz 49
Telefonanrufe Alarmzentrale 1688
Zusammenfassung der Medienmitteilung von 05.00 Uhr:

In der Region Solothurn ist vor allem das Wasseramt betroffen, wo die Emme einen Höchststand von 650 m3 erreichte und teilweise über die Ufer trat. In Biberist behalten die Wehrdienste hauptsächlich den Damm im Auge und haben diesen örtlich mit Sandsäcken verstärkt. Auch Derendingen und Zuchwil sind von den Wassermassen betroffen, wo teilweise Strassen, Felder und die Bahnlinie überflutet wurden.
Die Autobahneinfahrt Solothurn Ost der A5 in Fahrtrichtung Zürich/Bern war zeitweise gesperrt.

Katastrophal zeigt sich die Situation momentan in Olten und im Niederamt. In Olten hat der Pegelstand der Aare 1500 m3 erreicht. In der Stadt haben die Wassermassen u.a. die Bereiche Winkel, Aarauerstrasse, Schützenmatte überflutet und grossen Schaden angerichtet. Am Salzhüsliweg stürzte ein Gebäude ein. Verletzt wurde dabei niemand. Zufolge dem Hochwasser ist auch die Stromversorgung in der Stadt teilweise zusammengebrochen. Die Elektrizität wird punktuell für wichtige Objekte vorübergehend mit Notstromaggregaten wieder hergestellt.

Im Niederamt sind in Däniken drei Häuser evakuiert worden. Zudem ist dort die Unterführung beim Postzentrum unter Wasser. Ebenfalls sind Bewohner von gefährdeten Häusern in Wöschnau evakuiert worden. Die Wassermassen erfassten aber u.a. auch Niedergösgen und Schönenwerd. In Niedergösgen ist der Schachen überflutet.


Bilder vom Hochwasser

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