roj mittelschulen region jurasüdfuss: Schule und Praktikum sinnvoll verbinden
Samstag, 7. Juli 2007
in Verschiedenes
(Anna Meister) - Die roj mittelschulen region jurasüdfuss in Solothurn leistet seit 15 Jahren Pionierarbeit. So beispielsweise mit der job academy, die jungen Menschen bei ihrer Berufswahl und bei der Suche nach einer Lehrstelle unterstützt. Neu wird zudem ein 10. Schuljahr in der roj angeboten.
Im Frühling 1992 wurde die Regionale Oberstufe Jurasüdfuss ROJ von den drei Rudolf Steiner Schulen Biel, Langenthal und Solothurn gegründet. Damals hatte die Schule gerade mal 23 Schüler vorzuweisen. Im Jahre 2007 ist die Schülerzahl um fast das siebenfache gestiegen. Diesen Sommer besuchen rund 150 Schülerinnen und Schüler die roj in Solothurn. Seit der Gründung dieser Schule ist Thomas Stöckli an vorderster Front dabei. „Ich war immer der Meinung, dass eine solche Schule ein grosses Innovationspotential besitzt“, so Stöckli. „Unser Ziel war es, eine Schule mit zusätzlichem Berufspraktikum zu erschaffen, denn viele Jugendliche möchten irgendwann ins Berufsleben einsteigen und nicht nur zur Schule gehen.
„Ausserdem ist die Jugendarbeitslosigkeit in unseren Augen etwas, das nicht sein muss, es ist irgendwie fast schon kriminell.“, sagt Stöckli weiter. „Diese muss bekämpft werden.“ Mit unterschiedlichsten Lehrbetrieben wurde deshalb ein Lehrbetriebverbund geschaffen, bei denen die Schülerinnen und Schüler während ihrer Zeit im roj ein Praktikum absolvieren können.
Grösstes Praktikumsnetzwerk
Mittlerweile hat sich die roj zum grössten Praktikumsnetzwerk der Schweiz gemausert. Von anfangs 22 Praktikumsstellen ist die Anzahl auf 650 Praktikumsstellen in der ganzen Schweiz angestiegen. Dies freut die Verantwortlichen sehr. „Wir können Stellen in deutscher Sprache, in Französisch, in Italienisch, in Rätoromanisch und neu sogar in der englischen Sprache anbieten.“, freut sich Urs Hauenstein, der Kopf des Praktikumsnetzwerkes. Die roj ist eine private Schule, die zwar aus dem Konzept der Rudolf Steiner Schule entstanden ist, aber dennoch auch für Staatsschüler geöffnet wird. Sie gehört zu den 15 integrativen Mittelschulen (IMS). In der roj kann man vier verschiedene Zertifikate erwerben: Das IMSB-Zertikifat, welches vor allem für die technische Berufswelt gedacht ist. Als zweites wird das IMSF-Zertifikat angeboten. Dies ist ein Vertrag mit Berufsschulen.
Das IMSM ist ein Vertrag mit Gymnasien. Mit diesem Zertifikat können die Schüler eine Matura in den Kantonsschulen Solothurn, Bern, Baselland und Basel-Stadt und dem Aargau machen. Das letzte Zertifikat ist das man erwerben kann, ist den Abschluss der Fachmittelschule (FMS) der roj. Ab dem Herbst dieses Jahres können die Schülerinnen und Schüler auch in der roj das freiwillige 10. Schuljahr absolvieren.
Neu: Job-Academy
Ende Juni haben die ersten Schüler ihren Abschluss erhalten. Drei davon werden ihre Karriere im Ausland an der Uni in Plymouth in England weiterführen. Ab August 2007 wird in der roj auch die Job-Academy angeboten. „Dies ist ein neues „Standbein“ für unsere Schule“, freut sich der Chef der neu gegründeten Job-Academy, Heinz Bläsi. „Dieses soll sich vor allem an Jugendliche mit „schwachen“ Schulleistungen wenden.“ Die Schüler werden „gecoacht“ für mindestens ein Jahr, werden motiviert, es wird ihnen bei der Lehrstellensuche geholfen und auch sonst werden sie unterstützt, wo man kann. Übrigens: Auch Jugendliche aus der Region Grenchen besuchen die roj Mittelschule. Vier Schüler kommen aus Grenchen selbst und einer aus Büren an der Aare.
Weitere Informationen: www.roj.ch und www.job-academy.ch





