Spital Grenchen: Ab 1. Oktober 2007 kein Notfalldienst mehr
Freitag, 6. Juli 2007
in Kanton Solothurn
(mgt) - Die im Frühjahr 2006 beschlossene Evaluation des Leistungsangebotes am Spital Grenchen ist abgeschlossen. Als Folge davon nimmt die Spitalleitung per 1. Oktober 2007 weitere Anpassungen vor. Im Bereich Innere Medizin wird das Angebot in Grenchen ausgebaut, die Notfallstation wird dagegen geschlossen.
Das Leistungsangebot des Spitals Grenchen wurde im Rahmen einer im Frühjahr 2006 beschlossenen Evaluation eingehend geprüft. Das Resultat liegt nun vor: Der operative stationäre Bereich entspricht nicht den Erwartungen, die Bettenauslastung ist zu gering. Es braucht aber eine gewisse Patientenzahl, um die hohe Qualität und Sicherheit wie bisher zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat die Spitalleitung beschlossen, bestehende Synergien noch besser zu nutzen und das Leistungsangebot mit dem Gesamtangebot des Bürgerspitals Solothurn abzugleichen. Anpassungen werden im stationären und im ambulanten Bereich vorgenommen.
Grösseres Angebot im Bereich Innere Medizin
Das Leistungsangebot der Inneren Medizin wird auf insgesamt 57 Betten auf drei Stationen ausgedehnt. Es werden Akutpatienten und Patienten mit akutem Nachbehandlungsbedarf (post acute care) aller Kliniken durch die Ärzteschaft der Inneren Medizin am Spital Grenchen betreut. Der weitere Ausbau und die Spezialisierung der Klinik für Innere Medizin am Spital Grenchen in Richtung Altersmedizin wird zurzeit konzeptuell ausgearbeitet.
Im sanierten Bereich des Spitals Grenchen wird wie bereits vermeldet ein multifunktionales Praxiszentrum eingerichtet, das folgendes Angebot umfasst: Venenzentrum, Zentrum für Handchirurgie, Allgemeine Orthopädie-Sprechstunde und Allgemeine medizinische Sprechstunde. Weitere Angebote wie beispielsweise eine Endokrinologische Sprechstunde sind in Planung.
Ausbau der Tageschirurgie
Unter Beteiligung der Kliniken für Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie und der bisherigen Belegärzte werden ab 1. Oktober 2007 in der Struktur der operativen Tagesklinik am Spital Grenchen alle ambulanten Eingriffe am Spital Grenchen durchgeführt. Insbesondere werden alle ambulanten Operationen der Abteilung für Handchirurgie im Spital Grenchen stattfinden. Die Anmeldungsmodalitäten bleiben die gleichen. Die Organisation des Operationsbetriebes wird zentral durch das Operationsmanagement am Bürgerspital Solothurn / Spital Grenchen koordiniert werden.
Notfall: Schliessung in Grenchen, Ausbau in Solothurn
Eine weitere, nach der Evaluation beschlossene Massnahme betrifft die Notfallstation des Spitals Grenchen, die per 1. Oktober 2007 geschlossen wird. Gleichzeitig wird der Notfall des Bürgerspitals Solothurn ausgebaut: Hier gibt es eine personelle Aufstockung, indem Personal des Spitals Grenchen auf der Notfallstation des Bürgerspitals Solothurn eingesetzt wird. Entlassungen sind deshalb keine vorgesehen. Ab 1. September 2007 gibt es einen Shuttle-Transport für Patienten, Angehörige und Angestellte. Der Bus wird über rund acht Plätze verfügen und rollstuhlfähig (Hebebühne) sein. Er wird maximal im Zweistundentakt fahren.






Wir werden von Solothurn nach Strich und Faden angelogen und beschissen.
Die Schliessung des Spitals ist längst beschlossene Sache.
In Solothurn muss man stundenlang im Notfall warten und in Grenchen wird er geschlossen. Da soll mir mal jemand erklären, welche Absicht dahinter steckt.
Boris Banga
Zu einer Grundversorgung gehört auch eine Notfallstation. Meines Erachtens wird in Grenchen auf dem Buckel der Betroffenen gespart.
Herr Banga, danke für ihren Einsatz. Machen Sie weiter so.
Trotzdem muss man sich fragen, braucht es in der Schweiz so viele Spitäler? Eine Frage, die man sich im Hinblick auf die steigenden Gesundheitskosten immer wieder stellen muss.
Anm. Rettungskette: Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Und bei mir zuhause steht bekanntlich kein Defibrillator. Zudem nutzt der wenig wenn ich mir das Bein breche, oder mich schwer verletzt habe und langsam ausblute....
DAS IST EIN SKANDAL
Vielleicht könnte man an einem anderen Ort sparen, z.B. statt Securitas Leute Bussen verteilen zu lassen, richtige Beamte auf Streife schicken. Oder die Kantonspolizei in Grenchen schliessen, wir brauchen doch nicht wirklich eine Kantons und eine Stadtpolizei, oder?