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Barockoper auf Schloss Waldegg bei Solothurn

Montag, 11. Juni 2007 in Kultur

(mgt) Nun laufen die Vorbereitungen zur diesjährigen Barockoper auf Schloss Waldegg bereits wieder auf Hochtouren. Zur Aufführung gelangt "Orphée et Euridice" von Christoph Willibald Gluck in der Pariser Fassung von 1774. Auch dieses Jahr wird der enge Bezug der Familie Besenval von Schloss Waldegg zum französischen Hof hergestellt.
Die Aufführungen der beiden französischen Barockopern „Le Devin du Village“ von Jean-Jacques Rousseau und „Les Troqueurs“ von Antoine Dauvergne im August 2006 waren ein grosser Erfolg. 2007 soll wieder der enge Bezug der Familie Besenval zum französischen Hof und damit zur französischen Operngeschichte aufgegriffen werden. Hatten sich Auseinandersetzungen um die Vorzüge der italienischen gegenüber der französischen Oper in Paris zur Zeit Rousseaus und Dauvergnes im sogenannten Buffonistenstreit entladen, flammte diese Auseinandersetzung etwa zwanzig Jahre später wieder auf. Im Zentrum der Debatte stand nun das Werk Christoph Willibald Glucks.

Ausgezeichnete Sängerinnen und Sänger

Andreas Reize und cantus firmus haben sich daher Glucks "Orphée et Euridice" vorgenommen. Die Solopartien übernehmen drei junge, schon vielfach ausgezeichnete Sängerinnen und Sänger. Das cantus firmus consort spielt auf historischen Instrumenten.

Gluck hat die 1762 in Wien uraufgeführte italienische Fassung von "Orfeo ed Euridice" mehrfach den jeweiligen Aufführungsbedingungen angepasst. Grundlegend überarbeitete und erweiterte er die Oper jedoch erst 1774 für Paris. Der Text wurde nicht nur übersetzt, sondern umfassend verändert. Nicht unerhebliche Teile der Musik legte Gluck nun anders an, wobei sich insbesondere die Besetzung der männlichen Titelpartie mit Tenor anstelle eines inzwischen aus der Mode gekommenen Kastraten als einschneidende Veränderung erwies.

Idealer architektonischer Rahmen

Architektonisch bieten Schloss und Park Waldegg aus der Zeit der Ambassadorenstadt Solothurn einen idealen Rahmen für dieses frühklassische Werk. Die hier angestrebte Einheit der Aufführung auf historischen Instrumenten und der Umgebung wird schwer zu übertreffen sein.

Aufführungsdaten:
Freitag, 17. August 2007, 20.00 Uhr
Sonntag, 19. August 2007, 20.00 Uhr
Dienstag, 21. August 2007, 20.00 Uhr
Mittwoch, 22. August 2007, 20.00 Uhr
Donnerstag, 23. August 2007, 20.00 Uhr
Bei schlechtem Wetter finden die Aufführungen im Konzertsaal in Solothurn statt.

Orphée: Michael Feyfar
Amor: Marysol Schalit
Euridice: Alessandra Boër.

Musikalische Leitung: Andreas Reize
Regie: Georg Rootering
Kostüme: Mechthild Scheinpflug

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