Solothurner Spitäler AG: Zukunft des Grenchner Spitals geht in Richtung Spezialisierung
Dienstag, 5. Juni 2007
in Verschiedenes
(Sabine Waelti) Die Solothurner Spitäler AG hat ihr neues Leitbild und ihre Strategie für die nächsten fünf Jahre bekannt gegeben. Nach wie vor ist bezüglich der Zukunft des Grenchner Spitals vieles unklar. Klar ist, dass das Spital Grenchen in Zukunft keine zentrale Rolle mehr spielen wird. Seine Zukunft vielmehr in Richtung Spezialisierung gehen. Anfang 2006 hatten sich die sechs öffentlichen Spitäler unseres Kantons – das Kantonsspital Olten, das Bürgerspital Solothurn, das Spital Grenchen, das Spital Dornach, die Klinik Allerheiligenberg und die Psychiatrischen Dienste – zur Solothurner Spitäler AG (soH) zusammengeschlossen. Nun haben Vertreterinnen und Vertreter aller Berufsgruppen und aller sechs Spitäler ein gemeinsames Leitbild entwickelt für die sechs Spitäler unter dem soH-Dach.
Im Rahmen einer Medienkonferenz stellten soH-Direktionspräsident Kurt Altermatt und die neue soH-Verwaltungsratspräsidentin Verena Diener dieses vor und gaben die Strategie der soH für die nächsten fünf Jahre bekannt.
In den nächsten fünf Jahren würden die Spitäler in Solothurn und Olten zu „starken Standorten“ mit dem umfassenden Leistungsangebot entwickelt, erklärte Altermatt.
Für die übrigen Spitäler – also auch für das Spital Grenchen – werde der Trend eher in Richtung Spezialisierung auf Nischenangebote gehen.
In den kommenden fünf Jahren allerdings wird das Spital Grenchen ein Spital mit eingeschränktem Notfalldienst bleiben. Sein Angebot solle in der Zeit bis 2012 auf das Angebot am Bürgerspital Solothurn abgestimmt werden, so Altermatt. Die Grenchner Infrastruktur werde insbesondere während der Gesamtsanierung des Bürgerspitals ab 2012 eine bedeutende Rolle spielen. Wie die möglichen Spezialisierungen der kleineren Spitäler aussehen werde, sei noch relativ unklar, sagten Altermatt und Diener, da die soH-Strategie bewusst nur bis ins Jahr 2012 festgelegt worden sei.
Und was ist mit den Zeitungsberichten der letzten Tage, in welchen berichtet wurde, dass die soH ab 2020 in Grenchen ein Kompetenzzentrum für Altersmedizin errichten wolle? „Das ist eine Option, die man ernsthaft im Auge hat“, ist die vorsichtige Antwort von Verena Diener.





