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IHVG mia Forum

Freitag, 25. Mai 2007 in Vereine
Walter Sahli
(Sabine Waelti) Der Industrie- und Handelsverband Grenchen (IHVG) lud zum IHVG mia Forum ein.
Im Rahmen der Mittelländer Ausstellung ging das IHVG mia Forum über die Bühne. Dazu eingeladen hatte der Industrie- und Handelsverband Grenchen (IHVG) und die Messe-Organisation Grenchen. Geladene Gäste bekamen ein Referat zum Thema „Industriestandort Grenchen“ zu hören. Referent war Walter Sahli, Präsident der IHVG. Ausserdem waren zwei Vertreter der BMC Trading AG zu Gast: deren CEO Andreas Georgiadis und ihr Leiter Marketing, Markus Zehnder.

Handels- und Industriestandort

„Grenchen hat sich zu einem modernen Handels-und Industriestandort entwickelt“, sagte IHVG-Präsident Sahli. Die Stadt habe nicht nur rund 16`000 Einwohnerinnen und Einwohner, sie verfüge auch über ein Einzugsgebiet, zu dem rund 180`000 Personen zählen würden. „Die Uhrenindustrie hat uns gelehrt, exportorientiert und kundenorientiert zu denken.“ Durch die Basis der Uhrenindustrie  in Grenchen seien später neue, eigenständige Branchen entstanden. Sahli erwähnte hierfür unter anderen die Branchen der Medizinaltechnik und der Elektrotechnik. Grenchen sei bis heute vor allem im Industriesektor sehr stark, aber auch im Dienstleistungsbereich sei die Stadt am Aufholen, erläuterte der IHVG-Präsident.

Potential im Wohnbereich

Im Wohnbereich sieht Sahli ebenfalls viel Potenzial. Grenchen biete ruhigen Wohnraum mit vielen Naherholungsgebieten. „Allerdings muss mehr attraktive Wohnfläche zur Verfügung gestellt werden. Hierfür müssten mehr Bauplätze freigegeben werden.“ Auch die vielen kulturellen Veranstaltungen würden das Wohnen in Grenchen attraktiv machen, betonte Sahli: „Wir müssen diese fördern und pflegen.“

Wechselwirkung

Sahli wies darauf hin, dass einzelne wirtschaftliche Faktoren miteinander in enger Wechselwirkung stehen: „Ein gutes Wohnumfeld etwa stärkt das regionale Zentrum und wenn zum Beispiel mehr Menschen in einer Stadt leben, stärkt dies das Gewerbe.“ Allerdings rechnet er mit einem weiteren Bevölkerungsrückgang in unserer Stadt: „Für gewisse Branchen wird es somit schwieriger werden, Lehrlinge zu finden. Der zu befürchtende Engpass an qualifizierten Leuten erfordert, dass wir der Ausbildung von jungen Leuten höchste Aufmerksamkeit schenken.“

Bekannte Firmen in Grenchen

„Unser Potenzial muss noch bekannter werden“, betonte Sahli. Gleichzeitig zeigte er auf, dass bereits heute viele bekannte Firmen in Grenchen angesiedelt sind.

Zum Beispiel BMC

Eine dieser Firmen ist die BMC Trading AG. Diese wurde am IHVG mia Forum durch CEO Andreas Georgiadis und Leiter Marketing Markus Zehnder vertreten. BMC steht für Bicycle Manufacturing Company. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Grenchen hat sich im Bereich Fahrräder und Fahrradzubehör einen Namen geschaffen, insbesondere in der Herstellung von Fahrradrahmen. BMC rüstet unter anderen das Astana-Team aus. 

Ein grosser Teil der Produktion von BMC findet in Taiwan statt. Dies bringe auch viele Nachteile mit sich, erklärte BMC-CEO Georgiadis. So habe sich in Taiwan ein Veloindustrie-Monopol entwickelt und man sei stark von ein paar wenigen Personen abhängig. Auch die Kommunikation gestalte sich oft schwierig. Zudem arbeite das Personal in Taiwan unter schlechten Bedingungen. Solche Gründe führten dazu, dass sich die BMC entschied, einen Teil der Produktion schrittweise von Taiwan zurück nach Grenchen zu verlagern.  Ein gänzlicher Rückzug aus Taiwan sei aber nicht geplant, sagte  Marketingleiter Zehnder: „Zum Teil werden wir auf Taiwan angewiesen bleiben.“
„Die Zurücksiedlung in die Schweiz sehen wir auch als Bekenntnis zum Standort Grenchen“, sagt Georgiadis. Etwa in einem Jahr  werde es so weit sein. „Wir werden hier neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen“.

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