19. mia eröffnet

Vergangenen Samstag war es so weit: Die 19. Mittelländer Ausstellung (mia) öffnete ihre Tore. Zum Auftakt des grossen Grenchner Events gabs eine Eröffnungsfeier für geladene Gäste. Die Festansprache hielt erstmals in der mia-Geschichte eine Frau: Regierungsrätin Esther Gassler. Auch mia-Organisator Jürg Möri, Stadtpräsident Boris Banga und René Mäder, Gemeindepräsident von Kandersteg, wandten sich an die Gäste.
Standortfrage noch nicht geklärt
Der Standort der mia war ein in letzter Zeit viel diskutiertes Thema. Messeleiter Jürg Möri räumte ein, dass der gegenwärtige Standort auf dem Trainingsfeld Wembley für den FC Grenchen ungünstig sei. Er wies aber auch auf die Schwierigkeiten hin, einen anderen geeigneten Platz zu finden. Die Standorte Turnerstadion und Nähe Reitstall Wallerbosch kämen als mia-Gelände nicht in Frage. Die Diskussion um den zukünftigen Standort ist noch nicht abgeschlossen: „Die nächste Gesprächsrunde dazu findet nach der mia statt. Wir schauen diesem Gespräch offen in die Augen“, sagte Möri.
Und vorerst steht ja nun die mia 2007 im Zentrum. So wies Möri auf diverse Angebote der Ausstellung hin, etwa auf die Autoshow, auf das umfassende Kinderprogramm, aber auch auf den Stand der diesjährigen Gastregion, der Tourismusregion Lötschberg.
Diese wurde an der Eröffnungsfeier durch René Mäder, Gemeindepräsident von Kandersteg, vertreten. Dieser machte die Zuhörenden neugierig auf seine Gegend, welche in den kälteren Monaten einiges für Wintersport-Fans zu bieten hat und im Sommer ihre Gäste zum Wandern einlädt.
Positive Töne waren denn auch über die mia-Region selbst zu hören. „Unsere Region ist in Schwung“, betonte der Grenchner Stadtpräsident Boris Banga. Die Situation von Grenchen als Industrie-, Gewerbe- und Wohnstandort sei erfreulich. In solch guten Zeiten sei der Handlungsspielraum vorhanden, um Herausforderungen aktiv anzugehen: „Ich denke da an Aufgaben wie: die Qualitäten unserer Stadt als Wohnort weiterzuentwickeln, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft weiter zu verbessern und den Nachwuchs in den für Grenchen relevanten Berufen zu fördern“, sagte er.
Erfreuliche Wirtschaftslage
Auch Regierungsrätin Esther Gassler zeigte sich erfreut über die gegenwärtige Wirtschaftslage: „Unser erster Auftrag lautet jetzt nicht mehr einfach sparen, sondern es gibt jetzt auch Gestaltungsspielraum. Dies darf aber auf keinen Fall heissen, Geld unbedacht auszugeben.“ Der Solothurner Regierung sei es ein grosses Anliegen die Bedingungen so zu gestalten, dass unternehmerische Initiative gefördert werde. Auf der anderen Seite erwartet Gassler aber, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer in der Politik engagieren: „Auch sie können die Verantwortung nicht an alle anderen delegieren und nachher die Resultate kritisieren. Die Gestaltung der Zukunft ist eine wichtige Aufgabe und muss möglichst von der gesamten Gesellschaft mitgetragen werden. So engagieren sich auch die Veranstaltenden dieser Messe.“
Im Anschluss an die Reden wurde die mia offiziell eröffnet (siehe Bild) und die geladenen Gäste konnten sich im Rahmen eines ersten Rundgangs umsehen. Und schon bald strömten auch weitere Besucherinnen und Besucher in die Hallen.



