Fiechters Erstling findet Anklang
Dienstag, 1. Mai 2007
in Freizeit, Verschiedenes

Der Autor beim Signieren seiner verkauften Bücher
Der Raum in der Stadtbibliothek platzte aus allen Nähten – für einige Gäste gab es nur noch Stehplätze. So viele Personen wollten bei der Lesung von Eduard K. Fiechter dabei sein. Der 84-jährige Grenchner stellte sein erstes Buch vor. Es trägt den Namen „Der Fluss der Erinnerungen“ und ist eine romanhafte Biografie. Der Protagonist Fred angelt an seinem geliebten Fluss und lässt dabei Erinnerungen aus seinem langen Leben in Grenchen aufsteigen. Ähnlichkeiten zwischen Fred und ihm selbst seien natürlich zufällig, meinte Fiechter – und man hörte den Schalk in seiner Stimme.
Mit Freude vorgelesen
Fiechters Freude daran, aus seinem Buch vorzulesen, war deutlich spürbar. So bekamen die Gäste etwa eine Episode zu hören, in welcher der sechsjährige Fred ein Feuer in der Waschküche legt. Und im Alter von acht Jahren macht sich der aufgeweckte Junge Gedanken darüber, was an den Geschichten von den Bienen oder vom Vogelmännchen und Vogelweibchen nicht stimmt. Über den erwachsenen Fred gab Fiechter eine Textpassage mit Reiseerlebnissen in Kuba zum Besten. Dort begegnet Fred dem Mann, welcher Hemingway als Vorbild für die Romanfigur aus „Der alte Mann und das Meer“ diente.
Buch über Grenchen
„Der Fluss der Erinnerungen“ erzählt noch manch anderes über den Alltag in den 20er und 30er Jahren, über den Krieg, über private Ereignisse und über Geschäftsreisen in alle Welt. Und nicht zuletzt ist es ein Buch über Grenchen. „Es gehört in die Bibliothek jedes Grenchners“, meinte Iris Minder, welche Fiechter beim Schreiben seines Werks begleitet hat. An der Vernissage wurde dazu schon mal ein wichtiger Schritt gemacht: Fiechter hatte mit dem Signieren von verkauften Büchern alle Hände voll zu tun.
Eduard K. Fiechter, Der Fluss der Erinnerungen, Fischer Verlag



