"Velohelm tragen - oder beten"
Freitag, 27. April 2007
in Polizeimeldungen

Beim Mountainbiken und Rennvelofahren gehört der Velohelm zur Grundausrüstung. Weniger Anklang findet er hingegen in der Stadt und auf kurzen Strecken. Doch gerade im Stadtverkehr lauern grosse Unfallgefahren. Hier wollen die Stadtpolizeien Unterstützung bieten und präven¬tiv wirken. In Schulen, auf der Strasse, im Gespräch, mit Plakaten und Flyers machen sie auf die Gefahren, die für Velofahrer in den Städten lauern, aufmerksam. Die bfu offeriert noch bis Ende April allen Velofahrenden eine Rückvergütung von 20 Franken beim Kauf eines Velo¬helms (mitfinanziert vom Fonds für Verkehrssicherheit). Sämtliche Unterlagen finden sich unter www.velohelm.ch.
Familientage Verkehrssicherheit
In Zusammenarbeit mit dem TCS führen die Stadtpolizeien je einen Familientag Verkehrssi¬cherheit durch. In Grenchen hat er Ende März bereits stattgefunden und ist auf grossen An¬klang gestossen. In Olten wird er am 5. Mai rund um den Turm, in Solothurn am 26. Mai auf dem Klosterplatz jeweils von 10 bis 16 Uhr durchgeführt. Ziel ist die Verbesserung der Sicher¬heit von unerfahrenen Kindern auf der Strasse, dieses Jahr unter dem Motto "Rund um das Fahrrad im Strassenverkehr".
"Learning by doing" ist der Grundsatz der Aktion. Die Stadtpolizeien stellen einen Velopar¬cours auf, auf dem Kinder ihre Geschicklichkeit testen können. Velos stehen zur Verfügung, sie können aber auch selber mitgebracht werden. Alle Teilnehmenden erhalten ein Geschenk. Neben den Stadtpolizeien sind auch die Kantonspolizei, die Solothurner Spitäler AG Ambulanz & Rettungsdienst Grenchen, die bfu, die KED-Helmsysteme, der TCS Sektion Solothurn sowie regionale Velohändler mit von der Partie.
Es gibt ausserdem attraktive Preise zu gewinnen: ein Mountainbike, Reisegutscheine, SBB-Tageskarten etc. Natürlich sind auch Velohelme unter den Preisen. Flyers zum Aktionstag finden Sie auf Ihrem Polizeiposten.
Helmtragquote gestiegen
Obwohl die Velohelmtragquote mittlerweile bei erfreulichen 39 Prozent angelangt ist, erlitten in der Schweiz allein im letzten Jahr rund 1500 Personen bei einem Velounfall teils schwere Schädel-Hirn-Verletzungen. 35 Menschen verunglückten sogar tödlich. Die Stadtpolizeien, bfu und Suva setzen sich deshalb auch in diesem Jahr für das freiwillige Velohelmtragen ein. Mit dem TV-Spot „Damit Unfälle nicht zum Horror werden“ und einem Plakataushang mit dem neuen Sujet „Velohelm tragen - Oder beten“ werben die Suva und die bfu in der ganzen Schweiz für das freiwillige Velohelmtragen.
Der Velohelm ist aber keine Lebensversicherung. So oder so ist es unabdingbar, sich an die Verkehrsregeln zu halten, die Geschwindigkeit anzupassen und den anderen Verkehrsteil¬nehmern den nötigen Respekt entgegenzubringen. Schliesslich soll das Velofahren vor allem eines: Spass machen.



