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Das Grenchner Wasserreservoir Studen wird saniert

Donnerstag, 19. April 2007 in Verschiedenes
Sanierungsarbeiten bei den Zu- und Ableitungen im Reservoir Studen.
(Sabine Waelti) Seit 45 Jahren ist es in Betrieb: das Wasserreservoir Studen in Grenchen. Nun sind die Städtischen Werke Grenchen (SWG) daran, es erstmals zu sanieren.
Es ist ein unauffälliges Betongebäude am Waldrand von Grenchen. Doch es dient einer wichtigen Aufgabe: Durch das Wasserreservoir Studen versorgen die Städtischen Werke Grenchen (SWG) gegenwärtig rund 1’000 Haushalte. Und bald sollen es noch mehr werden: In Zukunft werden rund 1’600 Haushalte von dort aus ihr Wasser beziehen. Seit 1962 ist das Reservoir an der Allmendstrasse in Betrieb. Nun wird es zum ersten Mal saniert. Gegenwärtig versorgt das Reservoir Studen das Gebiet der Mittelzone Ost. Geplant ist, dass nach der Sanierung des Studen-Reservoirs das überalterte Reservoir Schmelzi eingestellt werden kann. Dann wird neu auch das Gebiet der Mittelzone West sein Wasser durch das Reservoir Studen beziehen. Weil Grenchen am Hang liegt, sind höhenmässig drei Druckzonen notwendig, die Nieder-, die erwähnte Mittel- und für die obersten Quartiere die Hochzone.

Neues Pumpwerk

In den vergangenen 45 Jahren hätten nur einzelne Bestandteile des Reservoirs Studen erneuert werden müssen, erklärt Roland Hofmann von den SWG, welcher das Sanierungsprojekt leitet. So habe man das Gebäude etwa laufend neuen Auflagen der SUVA anpassen müssen. Sonst sei aber vieles seit dem Bau gleich geblieben. „Nach 45 Jahren ist es nun aber nötig geworden, korrodierte Rohrteile zu ersetzen, die Beschichtung der Wasserkammern zu reparieren, die Panzertüren zu den Wasserkammern zu ersetzen und
weitere Ergänzungen zu Sicherheitseinrichtungen wie etwa Geländer oder Leitern vorzunehmen“, so Hofmann.

Ausserdem wird im Reservoir Studen neu ein Pumpwerk installiert. Dieses soll das überalterte Pumpwerk Schmelzi ersetzen.

Zudem erhält das Reservoir ein neues Vordach und seine Klimaanlage wird den neuen Energiesparmassnahmen angepasst. Auch haben die Arbeiter die Aufgabe, das Mauerwerk und das Flachdach zu überprüfen, eine kleine Krananlage über den neuen Pumpen zu installieren und die langfristige Zustandsentwicklung der Anlage aufzuzeigen. Ausserdem wird das Betonbauwerk neu kathodisch geschützt. Der Kathodenschutz gleicht die Spannungen der Kriechströme aus und verhindert so die weitere Korrosion der Eisens im Beton und an den Rohren.„Dies erhöht die Lebensdauer des Gebäudes um  mindestens 50 Jahre, vielleicht sogar mehr“, betont Hofmann.

Bis anhin war das Wasser im Reservoir auf zwei grosse, geschlossene Wasserkammern und zwei kleinere,
offene Ein- und Auslaufkammern verteilt. Die beiden offenen Kammern werden nun aufgehoben, da offene Wasserflächen nicht mehr erlaubt sind. „Die beiden grossen Kammern reichen vom Platz her aus“, sagt Hofmann, „die kleinen Kammern behalten wir als Reserve. Würden wir sie in Zukunft noch brauchen, so könnten wir sie zudecken.“

Versorgung gewährleistet

Die beiden grossen Wasserkammern verfügen über ein Fassungsvermögen von je 1`500 Kubikmetern. Dies entspricht 1`500`000 Litern pro Kammer. Während der Sanierung stehen die Kammern leer. „Das Reservoir Studen ist von Januar bis Mai dieses Jahres stillgelegt“, erläutert Hofmann, während er eine der beiden Kammern zeigt. Seine Stimme überschlägt sich mehrmals, so sehr hallt es in dem gegenwärtig leeren Raum.

Grenchen verfügt zurzeit neben dem Reservoir Studen noch über vier weitere Reservoirs: Sie tragen die Namen „Burgweg“, „Hohlen“, „Tuffgrube“ und „Schmelzi“. Letzteres soll, wie erwähnt, nach der Sanierung des Studen-Reservoirs aufgehoben werden.

„Zurzeit werden die Haushalte, welche sonst ihr Wasser vom Studen-Reservoir beziehen, durch das Reservoir Schmelzi versorgt“, führt der Projektleiter der Sanierung fort. Die Versorgung der betroffenen Haushalte während der Sanierung ist also gewährleistet. Auch im Vorfeld der Sanierung hat die Wasserqualität nicht gelitten: „Dies könnten wir uns mit den heutigen Hygienevorschriften gar nicht leisten“, so Hofmann, „In Grenchen wird nur bestes Wasser konsumiert.“

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