Freilichtspiel "Chräjeruef": In zwei Monaten ist Uraufführung
Dienstag, 17. April 2007
in Kultur

Die beiden Bühnenbauer, Sauro Zumstein und Peter-Hans Meier verschwinden fast in den riesigen Elementen, die beim Freilichtspiel „Chräjeruef“ von Iris Minder einmal das Dorf Tripoli und den Tunneleingang darstellen werden. Sauro Zumstein, der bereits bei den ersten beiden Freilichtspielen für das Bühnenbild zuständig war, hat auch für 2007 ein eindrückliches Szenario gestaltet. Tatkräftig unterstützt wird er von Peter-Hans Meier, der ebenfalls mit viel Engagement und Freude mithilft, das kleine Italienerdörfchen, das mehr oder weniger aus Baracken besteht, zu bauen. „Wir sind ein sehr gutes Team und die Arbeit macht Spass“, sind beide einhellig der Meinung.
Für dieses Freilichtspiel hat es einige technische Probleme zu lösen gegeben. So musste überlegt sein, wie man den Tunneleinbruch simuliert, mit welchen technischen Finessen, man dies bewältigen kann. Das hat nicht nur Anforderungen an die Bühnenbauer, sondern wird auch den Licht- und Tontechniker Matthias Walther (Biel) fordern. Die Regisseurin und Autorin Iris Minder hat da bereits so ihre Vorstellungen ... und mehr sei hier nicht verraten.
Gestalten erwachen zum Leben
Während die Bühnenbauer im City-Nord heftig am Gestalten, am Hämmern und Streichen von Tripoli und Tunnel sind, beginnen im Mehrzweckraum der Sonderschule die Gestalten langsam zum Leben zu erwachen. Dort wird unter der Leitung der Regisseurin an den Szenen geprobt, sind Figuren am Entstehen und Erwachen, die Handlung bekommt Energie und beginnt Formen anzunehmen. Vor einer besonderen Herausforderung steht die Familie Lombardi, die Nonna (Heidi Huggenberger), Salvatore (Karl Amsler) und Filomena (Felisa del Rio); besondere Herausforderung deshalb, weil sie ein gebrochenes Italienisch-Deutsch sprechen müssen. Es soll auf keinen Fall karikiert klingen, sondern natürlich und echt. Wie aber die Proben zeigen, sind die Drei durch ihren besonderen Fleiss auf dem besten Weg dazu.
Bei der Probenarbeit fällt auf, wie trotz hoher Konzentration und Anforderungen seitens der Regie, eine gelassene, fröhliche und lockere Stimmung unter der ganzen Truppe herrscht. Alle sind hoch motiviert, das Stück „Chräjeruef“ auf die Bühne, respektive auf den Rasen des Stadtparks zu bringen. Selbst die erschwerten Bedingungen, dass man nicht vor Ort proben kann, sondern in viel engerem Rahmen ohne das Bühnenbild, kann die Freude und das Engagement der aktiven Truppe nicht schmälern. Immerhin spielen 19 Sprechrollen und 1 Hund mit. Dazu kommen noch 14 Statisten, die dann die Welt von 1913 mithelfen zu gestalten. Mit den vielen Helferinnen hinter der Bühne und bei der Organisation werden es rund 60 Leute sein, die dazu beitragen, dass das bereits traditionelle Freilichtspiel wieder realisiert werden kann. Und – Grenchen kann stolz auf sein Freilichtspiel sein, gibt es doch in der ganzen Schweiz nichts Vergleichbares. Nur in Grenchen findet so ein Spiel alle zwei Jahre sozusagen mitten in der Stadt und jeweils mit einer Uraufführung statt. Der Vorverkauf beginnt am 14. Mai 2007 bei der Team-Papeterie Grenchen.
Weitere Infos: www.irisminder.ch / Theaterprojekte



